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Österreichs Weg in die EU

Annäherung an das Thema:
20 Jahre nach dem EU-Beitritt Österreichs, äußern sich die ÖsterreicherInnen häufig skeptisch gegenüber der Europäischen Union. So gaben im Rahmen der Eurobarometer Umfrage im Herbst 2015 41 % der Befragten an, dass sie ein negatives Bild von der Europäischen Union hätten. Wenngleich das Interesse an der EU in Österreich vergleichsweise hoch ist, hat sich das Image der EU unter den ÖsterreicherInnen verschlechtert (Standard Eurobarometer 84).  Da überrascht es, mit welchen Spitzenwerten Österreich bei der Volksabstimmung über den EU-Beitritt geglänzt hat, sowohl hinsichtlich der Wahlbeteiligung als auch hinsichtlich der Zustimmung der Bevölkerung. Wie ist das zu erklären? In diesem Lernmodul wenden wir uns der Frage zu, wieso die Zustimmung so groß war. Viele SchülerInnen werden weder vom Eurobarometer noch von der anfänglichen Begeisterung je gehört haben, wohl aber "Stimmungen" spüren können. Hier hat die Politische Bildung die Aufgabe, eine Klärung herbeizuführen, welche Motive hinter Zustimmung oder Ablehnung stehen. Authentisches historisches Material, wie Filme oder Plakate, sind dazu geeignet, einiges zu erklären, sofern sie mit der nötigen kritischen Distanz "gelesen" werden. Dazu will dieses Lernmodul anregen.

Unterrichtsablauf:
Das Lernmodul setzt sich aus fünf Unterrichtssequenzen zusammen, die den Prozess nachvollziehbar machen, der zum Beitrittsansuchen und schließlich zum Beitritt geführt hat. Die Einstiegssequenz setzt ein großes Fragezeichen, das in der Schlusssequenz schon viel kleiner geworden sein sollte, sodass dann auch die Frage nach der Aktualität damaliger Motive für die Entscheidung pro bzw. kontra EU gestellt und eine Verbindung zur unmittelbaren Gegenwart hergestellt werden kann. In den drei mittleren Unterrichtssequenzen wird anhand von audiovisuellem Material, ergänzt durch erläuternde Texte, einiges an Erklärung geboten, welche die SchülerInnen allerdings nicht auf dem Präsentierteller serviert bekommen, sondern sich erarbeiten müssen: In der Unterrichtssequenz 2 lernen sie über Film und Text zunächst einmal die historische Entwicklung kennen, während in den Unterrichtssequenzen 3 und 4 anhand ausgewählter Materialien die Motive der BeitrittsgegnerInnen und -befürworterInnen in den Blick genommen werden.

Erforderliche technische Hilfsmittel:
Die Arbeit mit digitalen Quellen setzt voraus, dass den SchülerInnen Computer zugänglich sind; für die zweite Unterrichtssequenz ist darüber hinaus ein Beamer (Projektor) sehr hilfreich.

Unterrichtssequenzen:

Einführung:

EU-Beitritt Österreichs: Warum?

Vertiefung:

Analyse von Filmberichten über Österreichs Weg in die EU

Analyse von Wahlplakaten zur Volksabstimmung über die EU-Beitritt

Analyse von Werbefilmen zum EU-Betritt Österreichs

Schluss:

Slogans zur EU-Wahl

© Demokratiezentrum Wien

Kompetenzorientierte Politische Bildung

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