„Eat the Rich“? Politische Bildung im Kapitalismus: Transformativ – Disruptiv – Asymmetrisch
Die heurige Vienna Conference on Citizenship Education ist dem Schwerpunktthema Politische Bildung im Kapitalismus gewidmet. Der Gegenstand Kapitalismus erscheint in den politikdidaktischen Debatten der letzten Dekaden unterbelichtet. Dies ist unbefriedigend, als doch Demokratie, Bürger*innenschaft und Staatlichkeit als zentrale Bezugskategorien der Politischen Bildung ohne die spannungsgeladenen Relationen zum kapitalistischen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem nur unzureichend verstanden werden können. Wird die Substanz des demokratischen Versprechens in kapitalistischen Gesellschaften nicht fortwährend herausgefordert – durch das Verhältnis von Produktionsmittelbesitzenden und Lohnarbeitenden, durch neokoloniale Ausbeutungsstrukturen der internationalen Arbeitsteilung oder durch Ungleichheiten in den Geschlechterverhältnissen?
In der Politischen Bildung lassen sich derzeit drei Zugriffe beobachten, die aus Perspektiven des Demokratischen kapitalismuskritische Bildung entwerfen. Sie firmieren als transformative, als disruptive und als asymmetrische Politische Bildung. Politische Bildung im Kapitalismus soll auf der Tagung in und zwischen diesen drei Perspektiven behandelt werden.

Abstractsammlung Digitaler Büchertisch
Überblick Schriftenreihe Citizenship. Studien zur Politischen Bildung
Essen und Trinken am Tagungsort
Tagungsbericht von Ulrich Brand, Lara Kierot und Dirk Lange
Vortrag Mandy Singer-Brodowski
Posterpräsentation Lara Esther Bartels
Posterpräsentation Paul Erxleben
Posterpräsentation Holger Oppenhäuser
Posterpräsentation Luis Peters und Lynn Henry König
