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Betty Friedan

Feministin, Publizistin

geboren am 4. Februar 1921, gestorben am 4. Februar 2006

Die US-amerikanische Feministin und Publizistin Betty Friedan wurde 1921 als Betty Naomi Goldstein geboren. Sie absolvierte ein Psychologiestudium am renommierten Smith College und heiratete 1947 Carl Friedan, 1969 folgte die Scheidung. Während der Schwangerschaft zum zweiten ihrer drei Kinder begann sie Artikel zu schreiben, die die Basis für ihr Buch „The Feminine Mystique“ („Der Weiblichkeitswahn oder die Selbstbefreiung der Frau“) darstellten, das 1963 erschien.

In diesem Werk, das sie weltberühmt machen sollte, stellte Friedan die Rolle der amerikanischen Frau als Hausfrau und Mutter in Frage. Durch die Beschränkung auf diese Rolle würden die Frauen nicht ihre vollen Kapazitäten entwickeln können: „Some people think I’m saying, ‚Women of the world unite – you have nothing to lose but your men.‘ It’s not true. You have nothing to lose but your vacuum cleaners“ (Betty Friedan in einem Interview mit dem Life Magazine 1963 zit. nach New York Times).

Friedan analysierte die Gründe des ungleichen Geschlechterverhältnisses wie folgt: „Männer sind nicht die Feinde, sondern ebenfalls Opfer. Der wirkliche Feind ist die Erniedrigung der Frauen selbst.“ (Betty Friedan zit. nach derStandard.at). Daraus folgend sollte die Emanzipation von Frauen und Männern gemeinsam realisiert werden – ein Standpunkt, der von Befürworterinnen anderer feministischer Richtungen kritisiert wurde.

1966 war Friedan eine der Begründerinnen sowie bis 1970 Präsidentin der National Organization of Women (NOW), der bis dato größten US-amerikanischen feministischen Organisation. Unter ihrer Führung organisierte NOW die erste große Frauenrechtsdemonstration in New York, den „Women’s Strike of Equality“, am 26. August 1970 in New York.

Quellen