Das Private ist politisch

Welche Merkmale zeichnen demokratische Systeme aus und welche Vorteile bieten sie? Was versteht man unter geschlechtlicher und sexueller Vielfalt? Wie kann diese innerhalb demokratischer Systeme geschützt werden? Was sind Normen? Was versteht man unter Sexismus, Homo- und Transphobie und welche Konsequenzen können diese auf die demokratische Teilhabe der Betroffenen haben? Welche Handlungsoptionen gibt es?

Aufbau

Demokratie ist mehr als eine Staatsform. Sie zeigt sich auch darin, wie eine Gesellschaft mit Vielfalt umgeht und wie gut die Rechte aller in ihr lebenden Menschen geschützt werden. In diesem Workshop setzen sich die Teilnehmenden mit Demokratie als Lebensform auseinander und erproben, das Poltische im Privaten zu erkennen. Außerdem beschäftigen sie sich mit Normen bezüglich geschlechtlicher und sexueller Vielfalt innerhalb demokratischer Systeme. Im Sinne der Gewaltprävention wird thematisiert, welche Konsequenzen Sexismus, Homo- und Transphobie auf die demokratische Teilhabe der Betroffenen haben können und wie dem handlungsorientiert entgegengewirkt werden kann.

Dabei legen wir großen Wert darauf, die vielfältigen Lebensrealitäten der Teilnehmenden zu berücksichtigen, deren Privatsphäre zu schützen und diskriminierungssensible Sprache zu verwenden. Methodisch bedienen wir uns Assoziations-, Reflexions- und Diskussionsübungen sowie einer Memory-Übung zur Erarbeitung relevanter Begriffe. Ziel des Workshops ist es, das Demokratieverständnis der Teilnehmenden zu vertiefen, geschlechtliche und sexuelle Vielfalt als gesellschaftliche Realität sichtbar zu machen, diesbezügliche Normen kritisch zu reflektieren und Teilnehmende in ihrer Urteils- und Handlungskompetenz zu stärken. Der Workshop wirkt sexistischen, homo- und transphoben Einstellungen entgegen und unterstützt Jugendliche darin, Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen.

Anmerkung zur Didaktisierung

Die Didaktisierungen aller Workshops sind konzeptuell in der Politischen Bildung zu verorten. Sie sind subjektorientiert und stellen Bezüge zu den Lebenswelten der Teilnehmenden her. Neben der Vermittlung von fundiertem Sachwissen werden die Teilnehmenden aktiv einbezogen und in ihren Urteils- und Handlungskompetenzen im Kontext der Workshop-Themen gefördert. Diese werden durch unsere Workshopleiter*innen kontextualisiert, wobei stets die Vorstellungen der Teilnehmenden im Mittelpunkt stehen. Grundlagen sind bewährte Konzepte und Methoden des Demokratiezentrum Wien, die kontinuierlich weiterentwickelt werden.

Jugendliche und junge Erwachsene (ab der 8. Schulstufe) sowie Personen bis 25 in Lehrgängen der Überbetrieblichen Lehrausbildung (ÜBA) und anderen Qualifizierungsangeboten bzw. berufsvorbereitenden Maßnahmen im Auftrag des AMS