Welche Merkmale zeichnen demokratische Systeme aus und welche Vorteile bieten sie? Was versteht man unter den Begriffen Vorurteil und Diskriminierung? Welche Mechanismen liegen diesen zugrunde? Warum schließen sich gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und demokratisches Handeln aus? Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es?
Aufbau
Demokratie ist nicht nur eine Staatsform, sondern zeigt sich auch im täglichen Zusammenleben. Dem demokratischen Anspruch nach der Beteiligung aller Menschen stehen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und die damit einhergehenden Abwertungen und Benachteiligungen entgegen. Dieser Workshop setzt genau hier an. Gemeinsam erarbeiten wir, welche Elemente eine Demokratie ausmachen und welche Vorteile ein demokratisches System bietet. Die Teilnehmenden werden dafür sensibilisiert, eigene und fremde Vorurteile zu erkennen und setzen sich mit der gesellschaftlichen Konstruktion nach dem Muster „wir“ und die „anderen“ auseinander.
Zielgruppenspezifisch und altersorientiert wird dabei ein besonderer Fokus auf Vorurteilskonstruktion oder Diskriminierung gelegt. Die Teilnehmenden werden durch unterschiedliche Assoziations-, Diskussions- und Positionierungsübungen angeregt, eigene Kompetenzen in der Wahrnehmung und Beurteilung von Fragen der Diskriminierung in Zusammenhang mit ihrer Lebenswelt zu stärken. Ziel des Workshops ist es, das Demokratieverständnis und diskriminierungskritisches Denken zu fördern und Teilnehmende zu unterstützen, eigene Handlungsstrategien für ein zivilcouragiertes und solidarisches Miteinander zu entwickeln.
Anmerkung zur Didaktisierung
Die Didaktisierungen aller Workshops sind konzeptuell in der Politischen Bildung zu verorten. Sie sind subjektorientiert und stellen Bezüge zu den Lebenswelten der Teilnehmenden her. Neben der Vermittlung von fundiertem Sachwissen werden die Teilnehmenden aktiv einbezogen und in ihren Urteils- und Handlungskompetenzen im Kontext der Workshop-Themen gefördert. Diese werden durch unsere Workshopleiter*innen kontextualisiert, wobei stets die Vorstellungen der Teilnehmenden im Mittelpunkt stehen. Grundlagen sind bewährte Konzepte und Methoden des Demokratiezentrum Wien, die kontinuierlich weiterentwickelt werden.
Jugendliche und junge Erwachsene (ab der 7. Schulstufe) sowie Personen bis 25 in Lehrgängen der Überbetrieblichen Lehrausbildung (ÜBA) und anderen Qualifizierungsangeboten bzw. berufsvorbereitenden Maßnahmen im Auftrag des AMS
3 Einheiten à 50 Minuten (exkl. Pause)
Simon Usaty
T: 01/512 37 37-10
e-Mail: office@demokratiezentrum.org