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Unterrichtssequenz 1 – Einstieg

Politische Aktionsformen außerhalb der repräsentativen Strukturen

Methodisch-didaktische Hinweise:
Über Massenmedien und vielleicht auch eigene Erfahrungen kennen SchülerInnen bereits viele Aktionsformen außerhalb der institutionalisierten Politik. Zu Beginn sollte daher abgeklärt werden, welches Wissen bereits vorhanden ist, was nachgeholt werden muss – günstig wäre es, die Formen der direkten Demokratie wie Volksbegehren und Volksabstimmung schon besprochen zu haben (siehe Modul 1). Diesem Ziel dient die letzte Spalte der Tabelle im Arbeitsblatt. Wenn die SchülerInnen das Arbeitsblatt ausgefüllt haben, werden die offenen Fragen von anderen SchülerInnen bzw. der Lehrkraft beantwortet. Dabei ist darauf zu achten, dass erstens die Erklärungen auch schriftlich fixiert werden, damit sie nicht dem Vergessen anheimfallen, und zweitens die SchülerInnen eine der ersten drei Spalten ankreuzen.

Mit einer "Blitzlicht"-Methode können sich die SchülerInnen relativ schnell ein Bild davon machen, wie ihre KollegInnen die Sache sehen: Man bereitet ein Plakat vor, das genauso aussieht wie das Arbeitsblatt, und lässt die SchülerInnen mittels Klebepunkten (oder mit Filzstift) ihre Einstellungen markieren.

Erfahrungsgemäß werden die Möglichkeiten politischer Einflussnahme unterschätzt – die Erfolge von Zwentendorf und Hainburg sollen am Ende der Unterrichtseinheit dazu anregen, diese Einstellungen zu überdenken. Als Alternative dazu könnte man die SchülerInnen auch auffordern, von sich aus Möglichkeiten außerparlamentarischer Einflussnahme auf die Politik zu nennen, indem sie anhand eines (erfundenen) Beispiels Möglichkeiten der Einflussnahme auf politisches Geschehen durchdenken.

Arbeitsaufgaben für die SchülerInnen:

  • Die SchülerInnen sollen erkennen, dass es eine Vielzahl an Einflussmöglichkeiten auf politische Entscheidungen gibt, und überlegen, ob sie ihnen eine "Durchschlagskraft" zubilligen. Sie sollen die Tabelle im Arbeitsblatt ausfüllen, Unbekanntes erfragen und die Antwort notieren.

→ Arbeitsblatt: Welche Aktions- und Protestformen befürwortest du?

Arbeitsaufgaben für die SchülerInnen der Sekundarstufe II:

  • Die SchülerInnen überlegen sich ein Anliegen, eventuell in Gruppen, das wenig Chancen hat, von PolitikerInnen aufgegriffen und umgesetzt zu werden, und listen anschließend Möglichkeiten der Einflussnahme auf die Öffentlichkeit auf. Naheliegend sind Schulthemen, zum Beispiel: "40-Stunden-Woche ist genug, daher: 20 Stunden Schule, 20 Stunden zu Hause lernen!"

 

Weiter im Lernmodul:

→ Die Auseinandersetzung um das Kernkraftwerk Zwentendorf
Die Auseinandersetzungen um die Staustufe Hainburg
→ Die Friedensbewegung der 1980er und 1990er Jahre
→ Wirksamkeit und Erfolg von Protestformen

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Kompetenzorientierte Politische Bildung

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