Irreguläre Migrant*innen

Als irreguläre Migrant*innen werden jene Menschen bezeichnet, die entweder ohne gültige Aufenthaltspapiere in ein Land einreisen oder über eine genehmigte Aufenthaltsdauer hinaus in einem Land bleiben (z.B. nach Ablauf eines Touristenvisums). Demgegenüber wird der Begriff der „illegalen“ Migration von vielen Migrant*innenorganisationen abgelehnt, da kein Mensch illegal sein kann. Der Begriff irregulär deutet an, dass die Migration abseits des staatlich genehmigten, „regulären“ Reiseweges stattfindet. Weil die „legale“ Einreise in die Staaten der Europäischen Union für Drittstaatsangehörige immer schwieriger wird, reisen viele Menschen irregulär in die EU ein, in der Hoffnung, ihre Lebensbedingungen dort verbessern zu können. (Im Französischen auch: „Sans Papier“)

Quellen: https://www.bpb.de/gesellschaft/migration/dossier-migration-ALT/56565/irregulaere-migration https://www.emn.at/wp-content/uploads/2018/06/emn-glossary-6-0_en.pdf, S.226-229 (Stand 22.03.2022)