Thomas Krüger: Erinnerungskultur im Prozess der Demokratisierung

Vortragsreihe Historisch-Politische Bildung im Diskurs: Entdemokratisierung

Zeit: 18.06.2026 18:00
Ort: Zentrum für Lehrer*innenbildung der Universität Wien / SR 4, 3. OG, Porzellangasse 4, 1090 Wien
Veranstalter*in: Universität Wien, Demokratiezentrum Wien, Universität Graz

Im Studienjahr 2025/26 sind die CPDC-Organisationen Demokratiezentrum Wien und Universität Graz an der Organisation der Vortragsreihe Historisch-Politische Bildung im Diskurs beteiligt, diesmal mit dem Schwerpunkt Entdemokratisierung.

 

Die kollektiven Erinnerungen sind heute zum Schlachtfeld kultureller und politischer Kämpfe geworden. Der Vortrag wird mit Aspekten zur Funktionalität von Erinnerung beginnen und danach einen Blick in die Werkstatt der historischen und politischen Bildung werfen. Am Beispiel Deutschlands soll vertieft werden, welche Entwicklung Erinnerungskultur genommen hat und gerade nimmt. Ein kurzer Blick nach Südafrika, Chile, Spanien und Polen soll zeigen, dass Erinnerung aufs engste mit politischen Kämpfen verknüpft ist und unterschiedliche Gestalt annehmen kann.

Den Schluss sollen Perspektiven für eine demokratische Erinnerung bilden. Für eine demokratische Erinnerung braucht es Haltung und bei aller Kontroversität zu rechten Ideologien auch Ambiguität und Offenheit gegenüber neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Gesellschaftliche Veränderungen wirken sich auf inklusive Erinnerungen aus und manifestieren sich in der alten Erkenntnis: Wer über Vergangenheit spricht, redet immer zugleich und intentional über Gegenwart und Zukunft.

 

Flyer

Programm Vortragsreihe

 

 

 

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