Bergier-Kommission

Die „Unabhängige Expertenkommission Schweiz – Zweiter Weltkrieg“ wurde im Dezember 1996 von der Bundesversammlung (dem Parlament) der Schweiz eingesetzt mit dem Auftrag, „Umfang und Schicksal der vor, während und unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg in die Schweiz gelangten Vermögenswerte“ zu untersuchen. Das betrifft unter anderem den Goldhandel, Verflechtungen schweizerischer Industrie- und Handelsunternehmen mit der nationalsozialistischen Wirtschaft und die schweizerische Flüchtlingspolitik. Den Vorsitz der Kommission führt der Schweizer Wirtschaftshistoriker Jean-François Bergier, neben vier weiteren schweizerischen Mitgliedern waren auch die internationalen ExpertInnen Sybil Milton (nach deren Tod Helen Junz), Saul Friedlaender, Wladyslaw Bartoszewski und Harold James Mitglieder der Kommission. Die Kommission hatte weit reichende Befugnisse, etwa uneingeschränkten Aktenzugang zu sämtlichen öffentlichen und privaten Archiven in der Schweiz.