Stiftung „Polnisch-deutsche Aussöhnung“

Die Stiftung wurde entsprechend einer Vereinbarung zwischen der polnischen und der bundesdeutschen Regierung am 16. Oktober 1991 in Polen gegründet. Ziel der Stiftung ist es, eine von der Bundesrepublik zugestandene einmalige humanitäre Zahlung von 500 Millionen DM (in drei Teilzahlungen) an besonders betroffene polnische Opfer des Nationalsozialismus zu verteilen. Darunter fallen ehemalige KZ-, Gefängnis-, Ghetto-Häftlinge, Häftlinge der so genannten Polenlager, ZwangsarbeiterInnen, Waisenkinder, die zur Zwangsarbeit gezwungen wurden, Personen, die als Kinder verfolgt, in KZs oder im Deutschen Reich von ZwangsarbeiterInnen geboren wurden. Der überwiegende Teil der Summe wurde bereits an ca. 530.000 AntragstellerInnen in Form einmaliger und individueller Zahlungen von ca. 500-700 DM ausgezahlt. Auch in Russland, Weißrussland und der Ukraine wurden inzwischen Stiftungen für „Verständigung und Aussöhnung“ eingerichtet, die in ähnlicher Weise arbeiten. Eine notwendige eigene Regelung für die baltischen Länder und Moldawien steht noch aus.