Rundfunkvolksbegehren

Erstes Volksbegehren der Zweiten Republik, das 1964 von unabhängigen Tageszeitungen und Zeitschriften unter maßgeblicher Beteiligung des damaligen Chefredakteurs des Kuriers, Hugo Portisch, initiiert wurde und sich gegen den Parteieneinfluss auf den Rundfunk wendete. Es zählt zu den erfolgreichsten Volksbegehren der Zweiten Republik. Vom 5. bis 12. 10. 1964 unterschrieben 832.353 ÖsterreicherInnen die Forderung nach „Entpolitisierung des Rundfunks, Verhinderung des Proporzes, mehr Unabhängigkeit“, die zur Rundfunkreform 1967 führte und den endgültigen Durchbruch der (partei-)unabhängigen Tages- und Wochenpresse bedeutete, während die Parteizeitungen immer mehr an Bedeutung verloren.