Neues Österreich

Die erste überregionale österreichische (nicht von den Alliierten herausgegebene) Tageszeitung nach dem Zweiten Weltkrieg, das „Neue Österreich“, wurde 1945 als „Organ der demokratischen Einigung“ von den drei Regierungsparteien (ÖVP, SPÖ, KPÖ) gegründet und von der sowjetischen Besatzung zugelassen. Die Struktur des Dreiparteienblattes wurde von der Besatzung bevorzugt und fand daher in der unmittelbaren Nachkriegszeit viele Nachahmer. Die Redaktion war ebenfalls gemischt besetzt und wurde von Ernst Fischer (KPÖ) und später Rudolf Kalmar (unabhängig) geleitet. 1963 wurde die Zeitung an einen privaten Eigentümer verkauft, 1967 eingestellt und vom Linzer Hochschulfonds erworben.

(Quellen: Csoklich, Fritz, Massenmedien, in: Weinzierl, Erika / Skalnik, Kurt (Hg.), Das neue Österreich. Geschichte der Zweiten Republik, Styria, Graz/Wien/Köln 1975, 259-276; Eigenrecherchen)