KZ-Verband

Der Verband wurde im März 1946 von Ministerialrat Dr. Franz Sobek in Wien gegründet und von den drei Parteien ÖVP, SPÖ und KPÖ paritätisch beschickt. Später wurde er in "Bund der politisch Verfolgten" umbenannt. Die Mitgliedschaft stand zunächst nur den ehemaligen "politischen" Häftlingen offen. Dem Selbstverständnis nach war er keine karitative, sondern in erster Linie eine politische Organisation, deren Ziel es war, die Demokratie in Österreich langfristig zu festigen und dazu ehemalige Widerstandskämpfer in entsprechende politische Positionen zu bringen. Der KZ-Verband stellte auch Bestätigungen aus, mit der ehemalige Verfolgte bei den entsprechenden Fürsorgestellen eine Amtsbescheinigung erhalten konnten.