Krauland-Ministerium

Das "Bundesministerium für Vermögenssicherung und Wirtschaftsplanung" unter dem zuständigen Minister Dr. Peter Krauland wurde 1945 eingerichtet und hatte u.a. die Aufgabe der Erfassung, Sicherung, Verwaltung und Verwertung ehemaligen NS-Vermögens und "arisierten" Vermögens. Dazu gehörte die Bestellung von öffentlichen VerwalterInnen, deren Aufgabe es war, bis zur Klärung der Rückstellungsverfahren die Vermögen zu verwalten und danach deren Übergabe zu organisieren. Krauland und einigen seiner MitarbeiterInnen wurde Ende der 1940er Jahre vorgeworfen, Rückstellungen zu hintertreiben bzw. sich selbst zu bereichern, was 1954 zum so genannten "Krauland-Prozess" führte. Das Ministerium selbst wurde im Anschluss an die Neuwahlen 1949 aufgelöst, die Agenden der noch offenen Rückstellungsfälle wurden dem Bundesministerium für Finanzen übertragen.