Finanzlandesdirektion

Über die Rückstellungsanträge nach dem Ersten und Zweiten Rückstellungsgesetz (gegen die Republik Österreich) entschieden die Finanzlandesdirektionen. Die geschädigten EigentümerInnen mussten den Antrag bei der Finanzlandesdirektion, in deren Amtsbereich das Vermögen gelegen war, oder bei der Behörde, in deren Verwaltung das Vermögen stand, anmelden. Die Erledigung erfolgte durch Bescheide der Finanzlandesdirektion. Gegen einen solchen Bescheid war die Berufung beim Bundesministerium für Vermögenssicherung und Wirtschaftsplanung, ab 1949 beim Finanzministerium möglich, in dritter Instanz entschied der Verwaltungsgerichtshof. Gemeinsam mit den Rückstellungskommissionen, die Verfahren nach dem quantitativ wichtigsten Dritten Rückstellungsgesetz durchführten, gehören die Finanzlandesdirektionen zu den wichtigsten Rückstellungsbehörden.