Euthanasieaktion „T4“

Im Oktober 1939 befehligte Hitler die Ausweitung der "Euthanasie-Aktion" auf InsassInnen von Heil- und Pflegeanstalten im gesamten Reichsgebiet. Das Programm wurde unter der Bezeichnung "T4" weitergeführt, benannt nach der Berliner Adresse Tiergartenstraße 4, wo die Zentrale untergebracht war. Insgesamt existierten sechs T4-Anstalten: Grafenegg in Württemberg, Brandenburg und Hartheim bei Linz ab Jänner 1940, Sonnenstein bei Pirna seit April 1940, Bernburg an der Saale ab September 1940 und Hadamar bei Limburg ab Jänner 1941. Die PatientInnen dieser Anstalten wurden in Gaskammern mittels Kohlenmonoxid ermordet. Offiziell wurde das T4-Programm nach seinem Bekanntwerden am 3.8.1941 eingestellt. Die Ermordung durch Gas wurde nun von den T4-Spezialisten in den Vernichtungslagern eingesetzt.

Siehe auch:Euthanasie