Europarat

Internationale zwischenstaatliche Organisation (IGO) mit Sitz in Straßburg. Der Europarat wurde am 10. Mai 1949 von zehn europäischen Staaten – den Beneluxstaaten, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Norwegen und Schweden – gegründet. Österreich trat dem Europarat 1956 bei. Heute zählt der Europarat 47 Mitglieder. Er beschäftigt sich u.a. mit dem Schutz der Menschenrechte, der Humanisierung des Arbeitslebens, dem gemeinsamen Schutz und der Nutzung natürlicher Ressourcen sowie mit Fragen der Erziehungs- und Bildungspolitik in Europa. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit ist derzeit vor allem die Heranführung der neuen Mitgliedstaaten aus Mittel- und Osteuropa an die europäischen Strukturen. Zu den vom Europarat verabschiedeten Konventionen zählen u.a. die Europäische Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK), das Europäische Übereinkommen zur Verhütung von Folter und erniedrigender Behandlung oder Strafe (Antifolter-Konvention), die Europäische Sozialcharta, die Europäische Kulturkonvention oder das Menschenrechtsübereinkommen zur Biomedizin. Seine Organe sind das Ministerkomitee als Entscheidungsorgan, die Parlamentarische Versammlung und der Kongress der Gemeinden und Regionen Europas als so genannte beratende Organe.