Die Presse

"Die Presse" wurde 1848 von August Zang begründet. Bis zu ihrer Gleichschaltung, Zusammenführung mit dem "Neuen Wiener Tagblatt" und späteren Einstellung im Nationalsozialismus galt sie als das führende deutschsprachige, liberal-großbürgerliche Blatt im Donauraum. Nach dem Zweiten Weltkrieg erschien "Die Presse" ab 1946 als Wochenzeitung, ab 1948 wieder als Tageszeitung. Nach dem Tod seines Vaters Ernst übernahm 1953 Fritz Molden die Zeitung, der sie zu neuen Erfolgen führte, sich insbesondere durch den Neubau eines fünfzehnstöckigen Verlagshauses am Heiligenstädter Donaukanal finanziell aber auch überforderte und die Zeitung an Fred Ungart, einen bürgerlichen Werbeunternehmer verkaufen musste. Neuer Chefredakteur wurde Otto Schulmeister. 1965 übernahm ein Wiener Rechtsanwalt im Auftrag der Bundeswirtschaftskammer 80 % der Anteile der "Presse Verlagsgesellschaft m.b.H.", wodurch die materielle Basis des noch immer defizitären Blattes gesichert wurde. 1976 wurde Thomas Chorherr Chefredakteur der Zeitung; der Sitz von Verlag und Verwaltung wurde in einen Bürotrakt des "Marriotts" verlegt. 1991 ging die "Die Presse Verlagsgesellschaft mbH" zu 51% ins Eigentum des Grazer Medienhauses "Styria" über, 49% blieben beim "Verein zur Förderung der freien bürgerlichen Presse". Ab 2004 ist der erst 35-Jährige Michael Fleischhacker (früher arbeitete er für den Standard und die Kleine Zeitung) alleiniger Chefredakteur, im Jahr 2012 hat Rainer Nowak die Leitung der Zeitung übernommen. 2011 werden täglich etwa 74.000 Exemplare verkauft, was einer Reichweite von 3,7% entspricht.

Quelle:
http://www.diepresse.at, 14.3.2013
http://www.media-analyse.at, 14.3.2013
http://diepresse.com/unternehmen/geschichte/index.do, 14.3.2013