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Vorsorge- und Verursacherprinzip

Das Verursacherprinzip ist ein Grundsatz der Umweltpolitik bzw. des Umweltrechts und besgt, dass Umweltschäden prinzipiell von demjenigen zu beseitigen (oder deren Beseitigung zu bezahlen) sind, der sich auch verursacht hat. Wenn beispielsweise eine Fabrik einen Fluss verunreinigt, muss nach dem Verursacherpinzip diese Fabrik für die Reinigung des Flusses und etwaige weitere dadurch entstandene Schäden aufkommen. In der Praxis ist bei vielen Umweltschäden aber nicht so eindeutig festzumachen, wer für einen Schaden verantwortlich ist bzw. sind manche Schäden nicht so einfach rückgängig zu machen.

Das Vorsorgeprinzip ist ebenfalls ein Grundsatz der Umweltpolitik. Es besagt, dass alle AkteurInnen Umweltschäden möglichst verhindern oder vermeiden sollen - durch entsprechende Vorsorge-Maßnahmen. Mögliche Gefahren oder Risiken eines Projekts oder Unternehmens müssen bereits im Vorhinein abgewogen werden und entsprechende Maßnahmen zur Verringerung oder Vermeidung von Umweltschäden getroffen werden.


Beide Grundsätze wurden auf der UN-Konferenz über Umwelt und Entwicklung vereinbart.

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