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Mediokratie

Nach Thomas Meyer bezeichnet Mediokratie eine Kolonialisierung der Politik durch die Medien, die der Politik ihre Handlungslogik aufzwingen. In diesem Zusammenhang zählt, was berichtenswert erscheint, also Nachrichtenwert hat (Selektionslogik) und in einer attraktiven Form präsentiert und inszeniert wird (Präsentationslogik). „Es herrscht das Gesetz der spannungsreichen theatralischen Inszenierung.“ Mit der Zunahme unterhaltensangereicherter Elemente kommt es nicht selten zu einer Form der politischen Vermittlung, die Andreas Dörner als „Politainment“ beschreibt.

Quellen: Meyer, Thomas: Mediokratie. Auf dem Weg in eine
andere Demokratie?, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, H. 15–16,
2002, S. 7–14; Dörner, Andreas: Politainment. Politik in der medialen
Erlebnisgesellschaft. Frankfurt am Main 2001

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