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CARE-Paket

Zur Linderung der Versorgungskrise im zerstörten Nachkriegseuropa gründeten 22 amerikanische (kirchliche) Wohlfahrtsorganisationen am 27. November 1945 die private Hilfsorganisation CARE (Cooperative for American Remittances to Europe). Diese kaufte überzählige Rationenpakete der US-Armee auf und schickte sie an Privatpersonen nach Europa (nach Österreich ab Juli 1946, nach Deutschland ab August 1946). Bis März 1947 waren es Verpflegungspakete der US-Armee. Als diese aufgebraucht waren, entwarf CARE eigene (insgesamt bis zu 15 verschiedene) Modellpakete, die zur berühmtesten Hilfsaktion nach 1945 wurden und unzähligen Menschen über die gröbste Nachkriegsnot hinweg halfen. Für die BewohnerInnen Berlins erreichten sie zudem eine besondere Bedeutung, da während der Blockade der Stadt 1948/1949 (sowjetische Blockade der Zufahrtswege nach Westberlin zur Verhinderung der Gründung eines Weststaates) eigens gecharterte zivile Maschinen ("Rosinenbomber") mehr als 200.000 CARE-Pakete in die von jeder Versorgung abgeschnittene Stadt flogen. Insgesamt wurden in den Nachkriegsjahren rund 100 Millionen CARE-Pakete verteilt (in Österreich rund 1 Million Pakete). Der Inhalt des ursprünglichen CARE-Paketes umfasste verschiedene Fleischkonserven, Getreideflocken und Kekse, Süßigkeiten und Zucker, Marmelade- und Puddingkonserven, Gemüsekonserven, Kaffee, Kakao, Fruchtsaftpulver, Trockenmilch in Dosen, Butterkonserven, Käse, Salz. Andere Produkte waren: Erdnussbutter, Zündhölzer, Toilettenpapier, Papiertücher, Seife, Wasseraufbereitungstabletten, Dosenöffner, Kaugummi. Später wurden von CARE auch koschere Pakete, Woll- und Textilpakete, Bücherpakete, Medikamentenpakete oder Werkzeugpakete nach Europa geliefert. 1955 endete das CARE-Programm für Österreich. 1960 wurde das CARE-Büro in Deutschland geschlossen.

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