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50 Jahre danach - was geschah im März 1938

Hallo Kino 1/88, Beitrag: 1
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50 Jahre danach - was geschah im März 1938MP4 Video, 23.0 MB
Windows, 7.3 MB
Windows, 1.4 MB
Quelle: Filmarchiv Austria
Ort: Wien

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Originaltext:
Wien, Leopoldstadt im Gedenkjahr 1988.

Die Getreidebörse - in der Zwischenkriegszeit Focus jüdischen Lebens und Impulsgeber für Kultur und Sprache. Jiddisch hat zahlreiche Spuren im Wienerischen hinterlassen. Tswej, die das jiddische Lied bis heute kultivieren: Edward Geduldig und Albert Thimann.

Die Mazzesinsel – um 1918 noch engere Heimat zehntausender jüdischer Mitbürger und mächtiger Motor österreichischen Kultur- und Geisteslebens. Erlebte und Nicht-erlebte Zeitgeschichte:

Jugendlicher: "März 1938 – nein eigentlich nicht!"
Jugendlicher: "Hitler-Einmarsch."

13. März 1938 – Österreich verschwindet von der Landkarte. Viele sinken in moralische Agonie. Hitlers berüchtigter Blitzkrieg stürzt die Welt zurück in die Barbarei. Wir stürzen mit.

Mädchen: "Das, was Hitler gemach hat, das war ein Wahnsinn!"
Redakteur: "Sagt Dir der Begriff Holocaust etwas?"
Mädchen: "Ja!"
Redakteur: "Und was?"
Mädchen: "Ja, also die Verfolgung der Juden und die ganzen Konzentrationslager und die ganzen entsetzlichen Dinge, die geschehen sind."

Im moralischen Vakuum bricht über unsere jüdischen Landsleute ein unvorstellbares Martyrium herein: Ächtung, Verfolgung, Verschleppung, Folter und Tod. 65.000 Österreicher jüdischer Abstemmung fallen der pathologischen Tötungsmaschinerie der Nazi-Soldateska zum Opfer. Mit der physischen Vernichtung, dem Verlust von Verwandtem und Freund stirbt auch ein unermessliches intellektuelles Potential.

Jugendlicher: "Wir können nur hoffen, dass das nie wieder kommt!"

Hoffnung und Auseinandersetzung. Reflexion im Film und in Ausstellungen: Judentum in Wien, die Sammlung Max Berger ist noch bis Juni im Historischen Museum der Stadt Wien zu sehen. Eine Ausstellung, die näher bringt, die dem Verständnis, der Achtung und der Toleranz gegenüber unseren Minderheiten eine Brücke baut, die den Blick öffnet für jüdische Lebensart, Religiosität und Kultur - wie Geduldig und Thimann.
© Demokratiezentrum Wien

Austria Wochenschau

Wissensmodul zur Austria Wochenschau mit zahlreichen Filmdokumenten

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