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Frost folgte dem Prager Frühling

Weltjournal 37/68, Beitrag 1
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Frost folgte dem Prager FrühlingMP4 Video, 19.0 MB
Windows, 2.3 MB
Windows, 16.5 MB
Quelle: Filmarchiv Austria
Ort: CSSR

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Originaltext:
Die schwierigen Zeiten für das tschechoslowakische Volk sind noch immer nicht vorüber, - wenn auch der herbstliche Regen das Blut vom Prager Pflaster wäscht und die gelben Blätter auf die frischen Gräber fallen. Die Diskussionen mit den Soldaten der Okkupationsmacht haben aufgehört. Schließlich mussten auch die Tschechoslowaken zur Kenntnis nehmen: mit Panzern kann man nicht diskutieren, Kanonen und Maschinengewehre sind wohl keine Argumente - aber schlagkräftig. Ministerpräsident Cernik spricht mit Journalisten. Was er sagt, ist auch ohne übersetzung verständlich. Drei Tage nach ihrer Rückkunft aus Moskau treffen einander Präsident Svoboda, Alexander Dubcek und die Kommandanten der CSSR-Armee. Die tschechoslowakische Armee hatte eine bittere Pille zum Schlucken bekommen: den Einmarsch der "brüderlichen Verbündeten des Warschauer Paktes". Nach Wiederaufnahme seiner Amtsgeschäfte hatte Staatspräsident Svoboda die fremden Armee-Kommandanten zur Berichterstattung zu sich befohlen. Sie kamen - der Russe, der Pole, der Ostdeutsche, der Ungar und der Bulgare. Vor dem Oberkommandierenden der Operation, Marschall Pavlovsky, schlugen sie im Hof noch die Haken zusammen. Der ostdeutsche General hat noch eine besondere Frage. Der berühmte Läufer Zatopek hat seine Kleider gewechselt, um seinen Verfolgern zu entgehen. Unter den Augen der russischen Soldaten diskutiert er mit Landsleuten. Aber Emil Zatopek kann sich noch immer auf seine Beine verlassen. Offiziell wird geredet, berichtet, verhandelt. Was sind das aber für Verhandlungen, die vor den Kanonen der Panzer geführt werden müssen. Die Prawda, das sowjetische Zentralorgan erklärt offiziell: Niemand sollte daran zweifeln, dass die verbündeten Truppen ihre edle Mission zu Ende führen werden. Auch wer die tschechische Sprache nicht beherrscht, diese Bilder versteht jeder. Und das ist die Stimme Alexander Dubceks, der das tschechoslowakische Volk bittet - sich nicht provozieren zu lassen, weise, geduldig und gescheit zu sein.
© Demokratiezentrum Wien

Austria Wochenschau

Wissensmodul zur Austria Wochenschau mit zahlreichen Filmdokumenten

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