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Ehe- und Familienberatung wird gefördert

Austria Wochenschau 28/74, Beitrag 1
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Ehe- und Familienberatung wird gefördertMP4 Video, 11.4 MB
Windows, 0.7 MB
Windows, 5.2 MB
Quelle: Filmarchiv Austria
Ort: Österreich

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Inhalt:
Werbeplakate von glücklichen jungen Ehepaaren und Frauen kontrastieren stark mit der Wirklichkeit. Supermarktkassiererin, gestresste Mütter zeugen von der harten Wirklichkeit, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Kinder im Einkaufswagen. Die Zahl der Eheprobleme und damit der Hilfesuchenden steigt kontinuierlich. Gesetzliche Förderung von Familienberatungsstellen. MA 12, Sozialreferat für den 12. Bezirk, Eheberatung und Familienplanung. Sozialarbeiterin erzählt im OT von ihrem Arbeitsablauf. Gespräch des Beratungsteams (Psychiater, Sozialarbeiter, Psychologe, Jurist, Gynäkologe) am Ende jeden Tages. Verstärkte Beratung zu Verhütungsmethoden, um dem Problem der Abtreibung vorzubeugen.

Originaltext:
Der Traum vom ewigen Honigmond dauert meistens nicht lange. Die Wirklichkeit der heutigen Familiensituation bringt ihre Probleme. Mit dem ständig steigenden Berufsanteil der Frauen und mit dem Schwinden der Mehr-Generationen-Familie haben sich Familienbande gelockert. So suchen heute um 30% mehr Menschen die Ehe- und Familienberatungsstellen auf, um Lösungsvorschläge für ihre Probleme zu bekommen. Die Familienberatung wird jetzt erstmals gesetzlich gefördert durch den Ausbau der bestehenden und die Errichtung neuer Beratungsstellen. Die Beratung für Ehepaare, Partner oder Alleinstehende erfolgt kostenlos, anonym und unverbindlich. Die Ratsuchenden sollen letzten Endes ihre Entscheidung selbst treffen können.

Originalton Sozialarbeiterin: "Die Klienten, die unsere Beratungsstellen aufsuchen, werden vom Sozialarbeiter empfangen. Der Sozialarbeiter stellt in einem Erstgespräch fest, um welches Problem es sich handelt. Unsere Klienten haben dann die Möglichkeit, ihre Probleme mit einem Juristen, Psychologen, Psychiater und Gynäkologen zu besprechen."

Nach jedem Beratungstag werden in einem Teamgespräch Erfahrungen und Probleme diskutiert und die neuen Klienten einem Hauptberater zugeordnet. In den meisten Fällen wird eine juridische Auskunft gewünscht. Die psychologische und psychiatrische Beratung gewinnt jedoch zunehmend an Bedeutung, da sehr viele Menschen die Bewältigung ihrer Konflikte schon zu lange hinausgeschoben haben. Eine Familienberatungsstelle wäre unvollständig ohne Familienplanung. Ein Gynäkologe berät Ehepaare, die sich bisher vergeblich um Kindersegen bemüht haben. Der Arzt klärt aber auch die Frauen oder die Partner über Verhütungsmethoden auf. Erst wenn nämlich das in die Welt-Setzen von Kindern eine Frage des Wunsches und nicht des Zufalls geworden ist, kann man dem Problem der Abtreibung wirksam entgegentreten."
© Demokratiezentrum Wien

Austria Wochenschau

Wissensmodul zur Austria Wochenschau mit zahlreichen Filmdokumenten

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