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Marie Curie

Physikerin/Chemikerin, zweifache Nobelpreisträgerin
geboren am 7. November 1867, gestorben am 4. Juli 1934

Marie Curie wurde 1867 in Warschau als Kind eines Lehrerehepaars geboren. Nach Beendigung ihrer Schulzeit im Jahr 1883 arbeitete sie als Hauslehrerin und bereitete sich heimlich auf ein späteres Studium im Ausland vor – Frauen wurden in Marie Curies Heimat nicht für ein Studium zugelassen.

1891 ging Marie Curie nach Frankreich und nahm ihr Studium der Physik in Paris auf. Trotz mangelnder Sprachkenntnisse und geringem Vorwissen, zählte sie während ihrer Studienzeit zu den besten Studierenden. In den folgenden Jahren forschte sie gemeinsam mit ihrem Mann Pierre Curie, den sie in Paris kennengelernt hatte, an radioaktiven Substanzen und entdeckte die Elemente Polonium und Radium.

1900 begann Marie Curie als erste Frau an der École normale supérieure de jeunes filles Physik an zukünftige Lehrerinnen zu vermitteln. Ihre Forschung wurde finanziell durch die Wissenschaftsakademie aber auch durch die Industrie unterstützt, die Interesse an Curies Forschung zeigte. Dadurch konnte sie ihre Dissertation verfassen, welche sofort in fünf Sprachen übersetzt und mehrfach abgedruckt wurde. Im selben Jahr wurde ihr gemeinsam mit Henri Becquerel der Nobelpreis für Physik verliehen.

Das Ehepaar Curie war an der Universität Sorbonne beschäftigt. Nach dem Unfalltod Pierre Curies wurde Marie Curie die Professur ihres Mannes übertragen. Trotz ihres Engagements und ihres Beitrags zur Forschung wurde sie nicht in die französische Akademie der Wissenschaften aufgenommen.

Ihr Verhältnis zu dem ehemaligen Schüler ihres verstorbenen Ehemannes, Paul Langevin, brachte ihr eine mediale Schlammschlacht ein, im Rahmen derer sie mit persönlichen Angriffen, Frauenfeindlichkeit und Antisemitismus konfrontiert war.

1911 wurde Marie Curie der Nobelpreis für Chemie verliehen – damit war sie die erste Person, der zwei Nobelpreise zuerkannt worden waren. 1914 wurde sie zur Leiterin eines neu gegründeten Radium-Instituts in Paris ernannt. Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs arbeitete Marie Curie zusätzlich als Radiologin. Nach Ende des Weltkriegs verweilte sie einige Zeit in den Vereinigten Staaten, um wieder an Ressourcen für ihre Forschung zu gelangen. Von 1922 bis 1934 war sie Mitglied der „Internationalen Kommission für Geistige Zusammenarbeit“ des Völkerbundes.

Neben den beiden Nobelpreisen, erhielt Marie Curie für ihre Forschung zahlreiche weitere Auszeichnungen und gilt nachwievor als eine der bedeutendsten PhysikerInnen der Geschichte.

Quellen:
www.nobelprize.org/nobel_prizes/physics/laureates/1903/marie-curie-bio.html (17.8.2015)
American Institute of Physics: Marie Curie. In: www.aip.org/history/curie/ (17.8.2015)
www.livescience.com/38907-marie-curie-facts-biography.html (17.8.2015)

Weitere Hinweise:
Quinn, Susan (1999): Marie Curie: Eine Biographie. Frankfurt am Main.

Bildquelle: Wikimedia Commons

Schlagworte: Frauen, Frauenbewegung

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