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ECU

Original-Bildtext
"Tommorrow - the Economic and Monetary Union"

Bildanalyse
Auch dieses Bild befindet sich - ohne nähere Datumsangabe - auf der Website der Audiovisual Library der Europäischen Kommission. In der Rubrik History of the Euro 1988-2002 - zwischen einem Bild, das die Unterzeichnung des Vertrags von Maastricht am 7.2.1992 repräsentiert und einem "Familienfoto" vom Europäischen Gipfel am 16.2.1995 in Madrid - steht es für die währungspolitisch durchaus turbulente erste Phase der Europäischen Währungsunion: Diese war bestimmt durch eine zunehmend rigider werdende Währungspolitik in Europa sowie durch eine Reihe von Finanzspekulationen, die etwa im September 1992 dazu geführt hatten, dass das Englische Pfund und die Italienische Lira aus dem Wechselkursmechanismus herausgenommen werden mussten.

Was das Bild aussagt - dass die europäischen Währungen zu einer gemeinsamen Einheit, dem ECU, zusammenfließen werden - muss demnach mehr als Repräsentation eines Wunsches denn einer Wirklichkeit gelesen werden: Als gemeinsame Währungseinheit bezeichnete der ECU ohnehin bereits seit 1981 einen Wert, der aus der Summe aller Währungen der Mitgliedsstaaten berechnet wurde. Ohne ökonomische Konvergenzkriterien oder die Fixierung der Wechselkurse, wie sie im Vertrag von Maastricht vorgesehen sind, wäre die Umsetzung der europäischen Währungsunion aber nicht möglich gewesen: Aus diesem Grund wurde auch 1995 am Gipfel in Madrid die Bezeichnung "ECU", die im Vertrag von Maastricht noch zur Bezeichnung der gemeinsamen Währung vorgesehen war, zugunsten der Bezeichnung "Euro" fallengelassen.

Visuell interessant ist das Bild ebenso aufgrund der Symbole, die es versammelt, wie auch aufgrund von deren Anordnung: Materielle Träger unterschiedlicher Symbole (die Geldscheine) formen eine Straße bzw. einen Fluss oder Weg, der bis zum Horizont, d.h. bis zur Grenze der vom Standpunkt der Betrachter/innen aus sichtbaren Welt führt. Über dieser Schwelle zum Unsichtbaren schwebt der europäische Sternenkranz, das Symbol für Einheit und Vollkommenheit, das in dieser Darstellung aber auch als Repräsentation einer Sonne (miss)verstanden werden könnte. Auf der Website der Europäischen Kommission gibt es nur wenige Bilder, die den europäischen Sternenkranz unmittelbar mit Geldscheinen in Zusammenhang bringen: Als ob die "Idee Europa" an ihrer Fundierung im Waren- und Geldverkehr Schaden nehmen könnte. Das Bild will vom Gegenteil überzeugen: keine europäische Einheit ohne einheitliche Währung.

Quelle: Audiovisual Library © European Commission 2005

Schlagworte: Europäische Integration, Europäische Union, Europäische Wirtschafts- und Währungspolitik, Währung

© Demokratiezentrum Wien

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