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Verdun

Original-Bildtext
"Symbol der Versöhnung - Händedruck in Verdun."

Bildanalyse
Am 22. September 1984 trafen sich der deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl und der französische Staatspräsident François Mitterrand in Verdun, um der deutschen und französischen Gefallenen beider Weltkriege zu gedenken. Mit einem symbolischen Händedruck bekräftigen sie die Freundschaft beider Länder und setzten damit den Prozess der deutsch-französischen Aussöhnung fort, der in den frühen 1950er Jahren mit der Erklärung von Robert Schuman (1950) und der Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (1951) begonnen hatte.

Wichtige weitere Schritte in der Annährung der beiden Staaten waren die Umarmung von Konrad Adenauer und Charles de Gaulle bei dessen Staatsbesuch in Frankreich 1962 vor der Kathedrale in Reims und die Unterzeichnung des Vertrags über die deutsch-französische Zusammenarbeit (Elysée-Vertrag) am 22. Januar 1963, der im wesentlichen folgenden drei Zielsetzungen folgte: die deutsch-französische Aussöhnung zu besiegeln, zwischen beiden Ländern eine wahre Freundschaft zu begründen und somit ein vereinigtes Europas zu fördern, "welches das Ziel beider Völker ist." Vorgesehen hat der Vertrag hierfür v.a. regelmäßige Treffen auf allen Ebenen (Staats- und Regierungschefs, Minister, hohe Beamte).

Bei der Begegnung von Kohl und Mitterand wurde mit Verdun ein Erinnerungsort gewählt, der in beiden Staaten große Bedeutung hat. In Verdun standen sich im zwanzigsten Jahrhundert mehrfach deutsche und französische Truppen gegenüber. Verdun wurde besonders was den Ersten Weltkrieg betrifft zu einem Sinnbild der Schrecken des Krieges, woran noch heute ein großer Soldatenfriedhof erinnert. Das geteilte Kriegserlebnis führte bereits in der Zwischenkriegszeit zu gemeinsamen Gedenkfeiern mit dem Ziel der Versöhnung.

Für die beiden Politiker hatte die Begegnung - wie Helmut Kohl einmal formulierte - aber auch eine besondere persönliche Komponente: Kohls Vater wurde im Ersten Weltkrieg vor Verdun verwundet, Mitterand befand sich im Zweiten Weltkrieg in deutscher Kriegsgefangenschaft (Vgl.: http://www.helmut-kohl.de/0adc311871.html, 14.11.2006). Von der Presse wurde das Treffen der beiden Politiker als bewegende Szene voller Symbolik gewertet: über die Särge der Toten hinweg reichen sich die beiden Politiker die Hand.

Quellen: http://www.diplomatie.gouv.fr/de/rubrique-imprim.php3?id_rubrique=755, http://www.zeithistorische-forschungen.de/site/40208279/default.aspx (14.11.2006)

Quelle: Politik und Zeitgeschehen, ZDF (Online) © APA-IMAGES/dpa

Schlagworte: Deutschland, Frankreich, Friede, Geschichte, Krieg

© Demokratiezentrum Wien

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