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Beschäftigung

Original-Bildtext
"Die Chancen der Europäer auf einen Job in Österreich, etwa bei Ankerbrot, stehen vorerst schlecht."

Bildanalyse
Häufig dienen Fotografien von Menschen bei der Verrichtung ihrer Arbeit dazu, die Politikfelder Arbeit und Wirtschaft zu visualisieren. Diese Art der visuellen Kommunikation EU-politischer Themenbereiche erfolgte vor allem im Kontext der Berichterstattung über die Erweiterung der Europäischen Union im Jahr 2004 und deren (positive und negative) Auswirkungen auf die österreichische Ökonomie. Zumeist wurde im schriftlichen Kontext auf die durch die Integration erhöhte Flexibilität und die gesteigerten ökonomischen Möglichkeiten, Erfolgs- und Karrierechancen verwiesen. Vor allem wurden durch die Darstellungen produktiver BürgerInnen der Europäischen Union die positiven Errungenschaften der Europäischen Integration (die Grundfreiheiten - siehe dazu auch die Abbildungskategorie "Konzepte") dargestellt.

Diese Fotografie von Bäckerinnen bei der Arbeit entspricht einem Foto-Typus, der zur visuellen Kommunikation arbeits- und wirtschaftspolitischer Inhalte eingesetzt wurde und wird. Erst die Kenntnis des schriftlichen Kontexts ermöglicht es den BetrachterInnen nachzuvollziehen, was diese Fotografie im konkreten Kontext visualisieren soll. Der Übertitel des rahmenden redaktionellen Beitrags ("In Vorfreude über den EU-Beitritt mischt sich in den Beitrittsländern Missmut über die zum Teil massive Abschottung der Arbeitsmärkte in Kerneuropa. Österreich und Deutschland ziehen die Mauern besonders hoch.") zeigt, dass in diesem Fall die Ängste und die Kritik an gängigen Praxen der EU-Mitgliedsstaaten im Bereich der Arbeits- und Wirtschaftspolitik (Übergangsfristen) gegenüber den Beitrittskandidaten des 1. Mai 2004 den inhaltlichen Rahmen bilden.

Erwähnenswert erscheint an dieser Fotografie weiters, dass sie Frauen bei der Arbeit in einer Bäckerei abbildet - bei der Tätigkeit in einer Branche, in der bis vor einigen Jahren durch das damals noch gültige Frauennachtarbeitsverbot de facto ein Berufsverbot für Frauen herrschte. Diese Abbildung visualisiert nicht nur die Politikbereiche Arbeit und Wirtschaft, sondern auch den vielfältigen Wandel, den zahlreich Handwerksbranchen im Laufe der letzten drei Jahrzehnte vollzogen haben: Die Marginalisierung kleiner Handwerksbetrieb und deren Ablöse durch Großbetriebe, im speziellen Fall der Bäckereien die Verlagerung der Arbeitszeiten von der Nacht auf einen bei der industriellen Fertigung üblichen ganztägigen Schichtbetrieb, sowie der Rückgang des Bedarfs an Facharbeitskräften begleitet von steigender Nachfrage nach angelernten Arbeitskräften.

Quelle: Der Standard, 24. Februar 2004, S. 2 © Robert Newald

Schlagworte: Arbeit, EU-Erweiterung, Europäische Union, Wirtschaft

© Demokratiezentrum Wien

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