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Staatsschiff

Ship of State

Bildanalyse

An die Metapher des "Staatsschiffes" knüpft dieses historische ERP- (European Recovery Program)-Plakat aus der Nachkriegszeit an.

In ein gemeinsames Boot werden hier eine Reihe europäischer Staaten - von der damaligen BRD, über Großbritannien, Österreich, Griechenland bis zur Türkei - gesetzt, wobei dieses "Staatsschiff" die hier versammelten Staaten in eine gemeinsame Zukunft führen soll, die durch westliche Werte, v.a. Demokratie und Marktwirtschaft, geprägt sein soll - umfasste das ERP-Programm, das nach seinem Initiator, dem amerikanischen Außenminister George C. Marshall auch "Marshall-Plan" genannt wurde, doch nicht nur ein ausgeklügeltes und vielschichtiges Modell der Wirtschaftshilfe, sondern v.a eine wichtige politische und gesellschaftliche Integrationsdimension.

Eingeladen zur Teilnahme am ERP wurden anfangs auch die UdSSR und die ehemaligen Ostblock-Staaten, ihnen wurde jedoch im Zuge des aufkommenden Kalten Krieges die Teilnahme am Marshall-Plan durch den sowjetischen Einspruch verwehrt. Dass die Truman-Administration in den USA wie auch der britische Außenminister Bevin hinter den Kulissen deutliche Signale gegen eine Teilnahme der Sowjetunion aussandten, welche eine Zustimmung des US-Kongresses verhindert hätte, wurde hingegen besonders durch neuere Studien deutlich.

Leistungen aus dem ERP bezogen u.a.: Großbritannien, Frankreich, Italien, Niederlande, Griechenland, Österreich, Belgien, Dänemark, Irland, Island, Luxemburg, Norwegen, Portugal, Schweden, Schweiz, Türkei und ab 1950 auch das ehemalige Jugoslawien.

Vgl. hierzu auch folgenden Beitrag bei "Artikel": Maria Wirth, Der Marshall-Plan: Das Wiederaufbauprogramm für Europa nach 1945, Demokratiezentrum Wien 2004.

Quelle: Entdeckungsreisen, Nr. 4, Wien 1998, S. 102 / Deutsches Historisches Museum, Berlin

Schlagworte: Europäische Integration, Europäische Union, Identität

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