zur normalen Ansicht

Wissen > Bilder 

Bilder

Hier können Sie nach den auf unserem Wissensportal vorhandenen Bildern suchen.

Die Suche kann sowohl nach Titel als auch nach Schlagwort erfolgen.
Unsere Bildergalerien bieten zudem einen thematischen Zugang zu ausgewähltem Bildmaterial aus den Bereichen Politik, Gesellschaft und Zeitgeschichte.

TITEL von A-Z

A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Y  Z  alle 

SCHLAGWORTE von A-Z

A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Y  Z  alle


Von allen "sozialistischen" Abgeordneten...

Wahlplakat des Linksblocks für die Nationalratswahl vom 9. Oktober 1949

Kommunisten und Linkssozialisten traten bei den Nationalratswahlen 1949 zusammen als Linksblock an. Als Logo verwendeten die Linkssozialisten um Erwin Scharf die zum Handschlag vereinten Hände, die originär aus der Freimaurer- und frühen Arbeiterbewegung stammen.

Der Journalist Erwin Scharf war ursprünglich in der SPÖ (in der Illegalität bei den Revolutionären Sozialisten) politisch tätig und übte hier auch von 1945 bis 1948 die Funktion des Zentralsekretärs aus, wurde 1948 aber in Folge des "Kalten Krieges in der SPÖ" ausgeschlossen, nachdem sich der "rechte" pragmatische Flügel um Karl Renner und Oskar Helmer gegen jenen um den "linken" Erwin Scharf durchgesetzt hatte. Seine Erfahrung in der SPÖ publizierte er später unter dem Titel "Ich darf nicht schweigen: Drei Jahre Politik des Parteivorstandes der SPÖ - von innen gesehen".

Zur Nationalratswahl vom 9. Oktober 1949:

Bei der Nationalratswahl vom 9. Oktober 1949, bei der der Großteil der (1945 von der Wahl ausgeschlossenen) ehemaligen NationalsozialistInnen wieder wählen konnte - es handelt sich um rund 500.000 Personen, die aufgrund des Nationalsozialistengesetzes 1947 als "minderbelastet" eingestuft worden waren - kandidierten insgesamt zehn Parteien: ÖVP, SPÖ, Linksblock (Kommunistische Partei Österreichs und Linkssozialisten), WdU (VdU), Demokratische Union, Vierte Partei (Ergokraten), Demokraticna fronta delovnegna ljudstva, Demokratische Partei Österreichs, Wirtschaftspartei der Haus- und Grundbesitzer.

Den Einzug in den Nationalrat schafften ÖVP, SPÖ, KPÖ und der Verband der Unabhängigen (VdU), der bei den Nationalratswahlen als "Wahlpartei der Unabhängigen" (WdU) kandidiert hatte. Entstanden war der VdU als "Sammelbecken der Ehemaligen" (gemeint sind ehemalige NationalsozialistInnen). Erfolgt war seine Etablierung mit maßgeblicher Unterstützung der SPÖ, vor allem von Innenminister Oskar Helmer, die sich durch die Kandidierung des VdU eine Schwächung der ÖVP erhoffte.

Die einzelnen Parteien erreichten folgende Ergebnisse: ÖVP 44% bzw. 1,846.581 Stimmen, SPÖ 38,7% bzw. 1,623.524 Stimmen, Linksblock 5,1% bzw. 213.066 Stimmen, WdU 11,7% bzw. 489.273 Stimmen, Demokratische Union 0,28% bzw. 12.059 Stimmen, Vierte Partei 0,17% bzw. 7.134 Stimmen, Demokraticna fronta delovnegna ljudstva 0,004% bzw. 2.088 Stimmen. Den Einzug in den Nationalrat schafften ÖVP (77 Mandate), SPÖ (67 Mandate), Linksblock (5 Mandate) und der WdU (16 Mandate).

Literatur: Weber, Fritz, Der Kalte Krieg in der SPÖ. Koalitionswächter, Pragmatiker und Revolutionäre Sozialisten, Wien 1986.

Quelle: VGA/Sammlung Kunisch

Schlagworte: Sozialismus, Wahl

© Demokratiezentrum Wien

Politische Bildstrategien

Wissensmodul zum Thema Wahlplakat mit zahlreichen historischen Wahlplakaten

EU-Bildatlas

Visualisierte Vorstellungen von Europa. Wissensmodul mit zahlreichen Bildern zum Thema Europa

Europäisches Bildgedächtnis

Ikonen und Ikonographien eines europäischen politischen Bildgedächtnisses 

Demokratiezentrum Wien
Hegelgasse 6 / 5, A - 1010 Wien
Tel.: +43 / 1 / 512 37 37, Fax.: +43 / 1 / 512 37 37-20
office@demokratiezentrum.org

legalporn4k.com