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"Wenn die Juden ein Volk sind, so ist es ein mieses Volk." Die Kreisky-Peter-Wiesenthal-Affäre 1975

Autor:

Böhler, Ingrid

Beschreibung:

Die "Kreisky-Wiesenthal-Affäre" beschäftigte im November/Dezember 1975 wochenlang die Öffentlichkeit: Simon Wiesenthal hatte kurz nach der Nationalratswahl 1975 ein Dossier über die SS-Vergangenheit von FPÖ-Parteiobmann Friedrich Peter veröffentlicht, worauf sich Kreisky demonstrativ vor Peter stellte. Dieser hatte bereits 1970 seine Minderheitsregierung durch eine Zustimmung zum Budgetvorschlag unterstützt und wäre im Falle des Verlusts der Stimmenmehrheit nach den Wahlen 1975 als Koalitionspartner vorgesehen gewesen. V.a. griff Kreisky aber Wiesenthal, der ÖVP nahe stehend, an. Er warf ihm "Mafia-Methoden" vor und deutete an, dass dieser selbst ein Nazi-Kollaborateur gewesen wäre. Eine Medienschlacht folgte; zum Prozess kam es jedoch nicht.

Quelle:

in: Gehler, Michael / Sickinger, Hubert (Hg.): Politische Affären und Skandale in Österreich. Von Mayerling bis Waldheim. Kulturverlag, Thaur/Wien/München 1996, S. 502-531.

PDF-Datei:

boehler_kreisky.pdf
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