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Vergangene Veranstaltungen 2019

 

Veranstaltungsreihe

"Asozialität" und Politische Bildung
Kontinuitäten der Stigmatisierung von vermeintlich "Leistungsunwilligen"

Zeit: Oktober 2019 bis Jänner 2020, Beginn jeweils 16:45 (pünktlich)
Ort: Universität Wien, Seminarraum 5, 1. UG, Währingerstraße 29, 1090 Wien
VeranstalterInnen: Demokratiezentrum Wien, Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität Wien, Institut für Konfliktforschung (IKF), Conflict-Peace-Democracy Cluster (CPDC)

Ausgangspunkt der Vortragsreihe ist die nationalsozialistische Verfolgung von Menschen, die als "Asoziale" stigmatisiert wurden. Anhand dieses Referenzrahmens soll den Kontinuitäten dieser Stigmatisierung in aktuellen Diskursen über und Bildern von "Asozialität", "Arbeitsscheu" oder "amoralischem Lebenswandel" nachgegangen werden. Dass damit verbundene (Ausgrenzungs-) Absichten bis heute nicht an Wirkmächtigkeit verloren haben, hat nicht zuletzt mit der mangelnden gesellschaftlichen Auseinandersetzung und Aufarbeitung der Geschichte dieser Opfergruppe zu tun.

Vor diesem Hintergrund soll in der Vortragsreihe der Frage nachgegangen werden, inwiefern in den aktuellen Diskursen über Bettelei, "Sozialmissbrauch/"Sozialschmarotzer*innentum" im Nationalsozialismus geschaffene Bilder bis heute fortwirken und welchen Beitrag Politische Bildung zur Bearbeitung selbiger leisten könnte.

Detailinformationen finden Sie im Flyer

 

Programm

10.10.2019
Julia Hörath: "Asoziale" und "Berufsverbrecher" in den Konzentrationslagern 1933 bis 1938
Anschließend: Podiumsdiskussion mit Julia Hörath, Sylvia Köchl und Andreas Kranebitter

24.10.2019
Helga Amesberger & Brigitte Halbmayr: Verfolgung von Frauen als "Asoziale" während des Nationalsozialismus und Kontinuitäten der Ausgrenzung nach 1945

7.11.2019
Markus Rheindorf: Diskurse der Abwertung. Diskursanalytische Perspektiven zur österreichischen Politik

14.11.2019
Ferdinand Koller: "Schulterschluss gegen kriminelle Bettler-Banden".  Antiziganistische Diskurse in Österreich

21.11.2019
Ulli Gladik – Filmvorführung von "Natasha. Porträt einer bulgariischen Bettlerin" und Gespräch

5.12.2019
Heike Rode – Filmvorführung von "… dass das heute noch immer so ist – Kontinuitäten der Ausgrenzung" und Vortrag über Möglichkeiten in der antidiskriminierenden Bildungsarbeit

12.12.2019
Elke Rajal: "Asozialität" als Thema der Politischen Bildung – Möglichkeiten der didaktischen Umsetzung

9.1.2020
Judith Goetz: "Wer nicht arbeitet, soll nicht …" – Sozialdarwinismus, Klassismus und Rechtsextremismus

16.1.2020
Susanne Gerull: Obdachlosenfeindlichkeit. Von gesellschaftlicher Stigmatisierung bis zur Hasskriminalität

 


 

Tagung: Augmented Democracy? Politische Bildung in Zeiten der Digitalisierung

Zeit:7. und 8. November 2019
Ort: Campus der Universität Wien
VeranstalterInnen: Demokratiezentrum Wien, Zentrum für LehrerInnenbildung Universität Wien

Die neu geschaffene Tagungsreihe Vienna Conference on Citizenship Education zielt darauf ab, die Politische Bildung in Österreich weiterzuentwickeln und einen Beitrag zu deren Internationalisierung zu leisten. Neben Beiträgen und Themen aus der didaktischen Praxis soll auch ein Rahmen für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Didaktik der Politischen Bildung geschaffen werden.

Die Tagung 2019 widmet sich dem Schwerpunktthema Digitalisierung im Kontext der Politischen Bildung. Im Vordergrund steht der reflektierte Umgang mit Digitalisierung und den Schlussfolgerungen für die Politische Bildung.

Die Veranstaltung möchte aus unterschiedlichen fachspezifischen Perspektiven vielfältige Themenbereiche im Kontext des diesjährigen Schwerpunkts beleuchten.  In diesem Rahmen sollen die Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten für die Politische Bildung im Kontext der Digitalisierung sowie damit verbundene Herausforderungen kritisch reflektiert werden. Die Tagung soll dazu dienen, die didaktischen Potenziale unterschiedlicher Forschungshintergründe vorzustellen und damit verbunden theoretische Überlegungen und empirische Erkenntnisse zum Tagungsthema zu präsentieren.

Um Anmeldung bis 31. Oktober 2019 unter viennaconference@demokratiezentrum.org wird gebeten

Vollständiges Programm als pdf

 


 

36. Sommerakadamie auf Burg Schlaining

Emotionen im Konflikt - Emanzipation in Zeiten von Ressentiment

Zeit:10. bis 14. Juli 2019
Ort: Burg Schlaining, Rochusplatz 1, 7461 Stadtschlaining
VeranstalterInnen: Austrian Study Centre for Peace and Conflict Resolution - ASPR in Kooperation mit dem Konflikt-, Frieden- und Demokratie-Cluster (CPDC), Demokratiezentrum Wien, Institut für Konfliktforschung, Herbert C. Kelman Instiute, Sigmund Freud Privatuniversität

Dass Emotionen in der Politik und in sozialen und politischen Konflikten eine zentrale Rolle spielen, ist bekannt, wird aber trotzdem zu wenig berücksichtigt. Ist ein gewisses Ausmaß an persönlich empfundener Empörung notwendiger Bestandteil jedweden politischen Engagements und jedweder politischen Veränderung? Wann schlägt produktive Empörung in destruktive Gewalt um? Welche Ängste treiben den „Wutbürger“ wirklich um? Wann wird Empörung zum Selbstzweck? Was macht den neuen Autoritarismus und Nationalismus für viele Menschen so attraktiv? Warum wählen Menschen sich Regierungen, die die Ohnmachtserfahrungen dieser selben Menschen noch potenzieren? Warum kann so viel Hass so schnell als Mittel der Politik mobilisiert werden? Warum scheint die Festgefahrenheit so vieler gewaltförmiger und kriegerischer Konflikte weniger mit der Abwesenheit von Transformationspotentialen und Lösungsvorschlägen, sondern vielmehr mit starrsinnig verteidigten Gefühlsqualitäten und damit unterfütterten Vorurteilsstrukturen zu tun zu haben?

Ein wichtiger Anknüpfungspunkt ist hier der Begriff des Ressentiments, und die Frage nach der Rolle von Ressentiments beim Zustandekommen bzw. Nicht-Zustandekommen von Anerkennungsverhältnissen. Der Begriff stammt ursprünglich aus der Philosophie, diskutiert aber immer auch eine Reihe zentraler psychologischer Dimensionen. In den letzten Jahren spielt er in der Politikwissenschaft eine zunehmende Rolle, und findet Eingang in die unterschiedlichsten politischen Diskurse.  Der Duden spricht von einer „auf Vorurteilen, einem Gefühl der Unterlegenheit, Neid o.Ä. beruhende[n] gefühlsmäßige[n], oft unbewusste[n] Abneigung“.

In aktuellen Diskussionen wird häufig angenommen, dass die TrägerInnen von Ressentiment relevante Erfahrungen von Machtmissbrauch und Verletzung erlitten haben, dass diese Erfahrungen in fortdauernde ohnmächtige Wut übersetzt worden sind, sowie dass für das Aushandeln bzw. Ausdrücken dieser Aggression Objekte gesucht und gefunden werden, die mit den ursprünglichen Problemen nichts mehr zu tun haben, und zudem die Verknüpfung zum Ursprungsproblem weitgehend unbewusst wird. Demgegenüber gibt es aber auch positive Bedeutungen. Bei dem österreichischen Schriftsteller und Holocaust-Überlebenden Jean Amery z.B. beschreibt der Begriff die notwendige Empörung des Opfers gegen die TäterInnen, die auch die Selbstaufklärung der TäterInnen ermöglicht, und wird so zur „Emotionsquelle der Moral“. Ressentiment umfasst also einen Spannungsbogen, mit dem wir uns während der Sommerakademie auf Burg Schlaining gezielt auseinandersetzen wollen.

Die Sommerakademie 2019 möchte diesen Fragen in einer interdisziplinären Anstrengung nachgehen. Bisher wurden die hier relevanten Konzeptionen und Erkenntnisse weder zwischen den beteiligten wissenschaftlichen Disziplinen (Friedens- und Konfliktforschung, Sozialpsychologie, Soziologie, Politikwissenschaft, Philosophie, Kulturwissenschaften) noch zwischen Wissenschaft und Politik wirklich übergreifend diskutiert. In Panels, Vorträgen und gemeinsamen Diskussionen sollen diese Lücken zumindest in Ansätzen geschlossen, Theorie und Praxis verknüpft, Annahmen überprüft und Handlungsperspektiven erörtert werden.

Anmeldemöglichkeit und weitere Informationen finden Sie hier

Kontakt: Tel. +43 3355 2498 502, sommerakademie@aspr.ac.at

Programm

 


 

Inclusive Citizenship: Strategien der Partizipation für gesellschaftliche Demokratisierungsprozesse
Vortrag von Lara Möller

Zeit:17. Juni 2019, 18:30 Uhr
Ort: Universität Graz, RESOWI Zentrum, Universitätsstraße 15, SR 15.13, Bauteil B, 1. Stock
VeranstalterInnen: Institut für Rechtswissenschaftliche Grundlagen, Conflict-Peace-Democracy-Cluster, Demokratiezentrum Wien, Forschungsfeld Appropriate Dispute Resolution und Mediation, Zentrum für Soziale Kompetenz

Konflikte entstehen mitunter als Folge von Demokratisierungsprozessen. Vor diesem Hintergrund beschreibt der Vortrag einige Problemfelder des Umgangs mit demokratischer Partizipation. Basierend auf dem Konzept der Konfliktdemokratie wird der Ansatz der Inclusive Citizenship Education vorgestellt, der vor allem aus migrationspolitischer Perspektive wichtig erscheint. Die Erörterungen basieren auf den Ergebnissen einer Studie des Demokratiezentrums Wien über Partizipationsformen in Wien.

Lara Möller ist Politikwissenschaftlerin und arbeitet als Universitätsassistentin im Bereich Didaktik der Politischen Bildung an der Universität Wien sowie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Demokratiezentrum Wien.

Kommentar: Stefan Salomon, Institut für Völkerrecht und Internationale Beziehungen (Universität Graz)

Moderation: Joseph Marko, Institut für Öffentliches Recht und Politikwissenschaft & Institut für Rechtswissenschaftliche Grundlagen (Universität Graz)

 


 

60 Jahre Minderheiten-Schulgesetz für Kärnten
60 let Manjšinskega šolskega zakona za Koroško


Ort: Bildungsdirektion für Kärnten, 10.-Oktober-Straße 24, Klagenfurt am Wörthersee
Zeit: 19. März 2019, 16:00 Uhr

Programm

Musikalische Begrüßung – Schülerinnen und Schüler der zweisprachigen VS Zell Pfarre/Sele

Grußworte:
Bildungsdirektor Mag. Dr. Robert Klinglmair,
Generalsekretär Mag. Martin Netzer, MBA, BMBWF

Kurzreferat: „Gedanken zum 60-jährigen Bestehen des Minderheiten-Schulgesetzes für Kärnten“
Dr. Theodor Domej

Präsentation der Wanderausstellung:
„Das Österreichische Minderheitenschulwesen.  Sprachliche Vielfalt mit Geschichte“
Mag.a Gertraud Diendorfer, Demokratiezentrum Wien

Eröffnung der Wanderausstellung durch LH Dr. Peter Kaiser

Im Anschluss wird zu einem Imbiss geladen.

Um Anmeldung wird bis 13. März 2019 gebeten:
Tel.: 0043 (0)50 534 19001 / E-mail: martina.weinfurtner@bildung-ktn.gv.at

 

čas: torek, 19. marca 2019, ob 16:00
kraj: Izobraževalna direkcija za Koroško, 10.-Oktober-Straße 24, Klagenfurt / Celovec

spored

glasbeni pozdrav – učenke in učenci dvojezične ljudske šole v Selah

pozdravne besede:
izobraževalni direktor mag. dr. Robert Klinglmair,
generalni tajnik mag. Martin Netzer, MBA , ZMIZR

referat: „Misli ob 60-letnici obstoja Manjšinskega šolskega zakona za Koroško“
dr. Teodor Domej

predstavitev potujoče razstave o avstrijskem manjšinskem šolstvu: „Das Österreichische Minderheitenschulwesen. Sprachliche Vielfalt mit Geschichte“ mag._ Gertraud Diendorfer,
Demokratiezentrum Wien / Dunaj

odprtje potujoče razstave: deželni glavar dr. Peter Kaiser

Po odprtju ste povabljeni na prigrizek.

Za prijavo prosimo do 13. marca 2019.
tel.: 0043 (0)50 534 19001 / e-mail: martina.weinfurtner@bildung-ktn.gv.at

 

Einladung

© Demokratiezentrum Wien

Demokratiezentrum Wien
Hegelgasse 6 / 5, A - 1010 Wien
Tel.: +43 / 1 / 512 37 37, Fax.: +43 / 1 / 512 37 37-20
office@demokratiezentrum.org