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Veranstaltungen des Demokratiezentrum Wien

 

Inclusive Citizenship: Strategien der Partizipation für gesellschaftliche Demokratisierungsprozesse
Vortrag von Lara Möller

Zeit:17. Juni 2019, 18:30 Uhr
Ort: Universität Graz, RESOWI Zentrum, Universitätsstraße 15, SR 15.13, Bauteil B, 1. Stock
VeranstalterInnen: Institut für Rechtswissenschaftliche Grundlagen, Conflict-Peace-Democracy-Cluster, Demokratiezentrum Wien, Forschungsfeld Appropriate Dispute Resolution und Mediation, Zentrum für Soziale Kompetenz

Konflikte entstehen mitunter als Folge von Demokratisierungsprozessen. Vor diesem Hintergrund beschreibt der Vortrag einige Problemfelder des Umgangs mit demokratischer Partizipation. Basierend auf dem Konzept der Konfliktdemokratie wird der Ansatz der Inclusive Citizenship Education vorgestellt, der vor allem aus migrationspolitischer Perspektive wichtig erscheint. Die Erörterungen basieren auf den Ergebnissen einer Studie des Demokratiezentrums Wien über Partizipationsformen in Wien.

Lara Möller ist Politikwissenschaftlerin und arbeitet als Universitätsassistentin im Bereich Didaktik der Politischen Bildung an der Universität Wien sowie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Demokratiezentrum Wien.

Kommentar: Stefan Salomon, Institut für Völkerrecht und Internationale Beziehungen (Universität Graz)

Moderation: Joseph Marko, Institut für Öffentliches Recht und Politikwissenschaft & Institut für Rechtswissenschaftliche Grundlagen (Universität Graz)

 


 

36. Sommerakadamie auf Burg Schlaining

Emotionen im Konflikt - Emanzipation in Zeiten von Ressentiment

Zeit:10. bis 14. Juli 2019
Ort: Burg Schlaining, Rochusplatz 1, 7461 Stadtschlaining
VeranstalterInnen: Austrian Study Centre for Peace and Conflict Resolution - ASPR in Kooperation mit dem Konflikt-, Frieden- und Demokratie-Cluster (CPDC), Demokratiezentrum Wien, Institut für Konfliktforschung, Herbert C. Kelman Instiute, Sigmund Freud Privatuniversität

Dass Emotionen in der Politik und in sozialen und politischen Konflikten eine zentrale Rolle spielen, ist bekannt, wird aber trotzdem zu wenig berücksichtigt. Ist ein gewisses Ausmaß an persönlich empfundener Empörung notwendiger Bestandteil jedweden politischen Engagements und jedweder politischen Veränderung? Wann schlägt produktive Empörung in destruktive Gewalt um? Welche Ängste treiben den „Wutbürger“ wirklich um? Wann wird Empörung zum Selbstzweck? Was macht den neuen Autoritarismus und Nationalismus für viele Menschen so attraktiv? Warum wählen Menschen sich Regierungen, die die Ohnmachtserfahrungen dieser selben Menschen noch potenzieren? Warum kann so viel Hass so schnell als Mittel der Politik mobilisiert werden? Warum scheint die Festgefahrenheit so vieler gewaltförmiger und kriegerischer Konflikte weniger mit der Abwesenheit von Transformationspotentialen und Lösungsvorschlägen, sondern vielmehr mit starrsinnig verteidigten Gefühlsqualitäten und damit unterfütterten Vorurteilsstrukturen zu tun zu haben?

Ein wichtiger Anknüpfungspunkt ist hier der Begriff des Ressentiments, und die Frage nach der Rolle von Ressentiments beim Zustandekommen bzw. Nicht-Zustandekommen von Anerkennungsverhältnissen. Der Begriff stammt ursprünglich aus der Philosophie, diskutiert aber immer auch eine Reihe zentraler psychologischer Dimensionen. In den letzten Jahren spielt er in der Politikwissenschaft eine zunehmende Rolle, und findet Eingang in die unterschiedlichsten politischen Diskurse.  Der Duden spricht von einer „auf Vorurteilen, einem Gefühl der Unterlegenheit, Neid o.Ä. beruhende[n] gefühlsmäßige[n], oft unbewusste[n] Abneigung“.

In aktuellen Diskussionen wird häufig angenommen, dass die TrägerInnen von Ressentiment relevante Erfahrungen von Machtmissbrauch und Verletzung erlitten haben, dass diese Erfahrungen in fortdauernde ohnmächtige Wut übersetzt worden sind, sowie dass für das Aushandeln bzw. Ausdrücken dieser Aggression Objekte gesucht und gefunden werden, die mit den ursprünglichen Problemen nichts mehr zu tun haben, und zudem die Verknüpfung zum Ursprungsproblem weitgehend unbewusst wird. Demgegenüber gibt es aber auch positive Bedeutungen. Bei dem österreichischen Schriftsteller und Holocaust-Überlebenden Jean Amery z.B. beschreibt der Begriff die notwendige Empörung des Opfers gegen die TäterInnen, die auch die Selbstaufklärung der TäterInnen ermöglicht, und wird so zur „Emotionsquelle der Moral“. Ressentiment umfasst also einen Spannungsbogen, mit dem wir uns während der Sommerakademie auf Burg Schlaining gezielt auseinandersetzen wollen.

Die Sommerakademie 2019 möchte diesen Fragen in einer interdisziplinären Anstrengung nachgehen. Bisher wurden die hier relevanten Konzeptionen und Erkenntnisse weder zwischen den beteiligten wissenschaftlichen Disziplinen (Friedens- und Konfliktforschung, Sozialpsychologie, Soziologie, Politikwissenschaft, Philosophie, Kulturwissenschaften) noch zwischen Wissenschaft und Politik wirklich übergreifend diskutiert. In Panels, Vorträgen und gemeinsamen Diskussionen sollen diese Lücken zumindest in Ansätzen geschlossen, Theorie und Praxis verknüpft, Annahmen überprüft und Handlungsperspektiven erörtert werden.

Anmeldemöglichkeit und weitere Informationen finden Sie hier

Kontakt: Tel. +43 3355 2498 502, sommerakademie@aspr.ac.at

Programm

 


 

Tagung: Augmented Democracy? Politische Bildung in Zeiten der Digitalisierung

Zeit:7. und 8. November 2019
Ort: Campus der Universität Wien
VeranstalterInnen: Demokratiezentrum Wien, Zentrum für LehrerInnenbildung Universität Wien

Das Demokratiezentrum Wien hat in Kooperation mit dem Arbeitsbereich Didaktik der Politischen Bildung an der Universität Wien die neue Tagungsreihe Vienna Conference on Citizenship Education ins Leben gerufen!
Hier finden Sie den Call for Papers der ersten Konferenz im November diesen Jahres - Einreichfrist ist der 15. Juli!

 


 

Workshops zum Themenbereich Integration und Migration

Termine: laufend (individuell buchbar)

Ausgehend von der Wanderausstellung Migration on Tour bietet das Demokratiezentrum Wien Workshops zu den Themen Integration und Migration. Die Workshops geben einen Überblick über historische Migrationsmuster und aktuelle Zuwanderungstrends sowie Integrationsbereiche. Aufbauend auf den Vorstellungen und Meinungen der SchülerInnen wird ein intensiver Dialog mit und unter den SchülerInnen geführt. Die SchülerInnen erarbeiten anhand konkreter Aufgabenstellungen eigenständig ein differenzierteres Wissen über Ursachen für und Herausforderungen im Kontext von Migration. 

Weitere Informationen

 


 

 

 

Vergangene Veranstaltungen finden Sie in unserem Archiv.


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