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Aufbruch in den 1980er Jahren

Wahlplakat der SPÖ für die Wiener Gemeinderatswahl (und Nationalratswahl) am 23. April 1983
Quelle: Plakatdokumentation Kunisch
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Der "Anschluss an die Moderne" gelang Wien erst in den 1980er Jahren, erst hier lässt sich ein Prozess der beschleunigten Modernisierung feststellen. Während sich bereits die späten 1960er und 1970er Jahre durch eine Aufbruchstimmung in Politik und Gesellschaft auszeichnen, und bereits in den 1950er Jahren Bestrebungen vorhanden sind, Wien wieder zur "Weltstadt zu machen", sind die "schnellen Jahre" in der Wiener Stadtentwicklung doch erst jene zwischen 1978 und 1985. Erst hier verdichten sich wie – Heidemarie Uhl – ausführt, die Tendenzen "einer neuen Urbanität" mit einer Eventkultur, der Etablierung einer jungen künstlerisch-intellektuellen "Szene", Stadtzeitungen, Jugendlokalen etc.

Wahlplakat der SPÖ für die Wiener Gemeinderatswahl (und Nationalratswahl) am 23. April 1983
Quelle: Plakatdokumentation Kunisch
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Von dieser Dynamik zeugen auch die Wahlplakate jener Jahre. Auf ihnen wird nun nicht mehr nur gefordert, dass Wien eine "gute Zukunft", mehr Wohnungen und sichere Arbeitsplätze haben soll. Vielmehr wurde nun auch gefordert, dass Wien das "internationale Leben" und die "Vielfalt der Kultur" braucht.

Gleichzeitig spielte auch das Thema Lebensqualität eine neue Rolle im Wahlkampf. Propagiert wurde nicht mehr nur ein weiterer Ausbau der Infrastruktur im Sinne einer Verbesserung der Lebensbedingungen der WienerInnen, sondern deren Verbindung mit einer lebenswerten Umwelt, die die Wirtschaft zuweilen auch zugunsten des Menschen zurücknimmt, ein Wien mit eigenen Erholungs- und Freizeitoasen für seine BürgerInnen, wie die eigens dafür aufgeschüttete Donauinsel, mit Fußgängerzonen etc. Plakatiert wurden diese Forderungen von Seiten der SPÖ in Zusammenhang mit dem Portrait von Bürgermeister Leopold Gratz – der zunehmenden Personalisierung im Wahlkampf entsprechend – oder den Farben Weiß-Rot des Wiener Wappens.

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