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Wien-Images

Wien-Image und Wahlplakate im Stadtbild

Das Wien-Bild bzw. das Image von Wien, das die Politik vermitteln wollte, hat sich in den Jahren nach 1945 wiederholt gewandelt. Zeugnis hiervon legen eine Reihe von Dokumenten ab – seien dies Informationsbroschüren zu unterschiedlichen Themen, Fernsehspots oder Wahlplakate, mit denen die Parteien die WählerInnen aufgefordert haben, sich ihren Vorstellungen für Wien anzuschließen. Der viel zitierte Spruch, wonach ein Bild mehr als tausend Worte sagt, gilt auch hier. Mit nichts können Images so gut transportiert werden wie mit Bildern – seien diese bewegt oder nicht. Nichts dominiert ein Stadtbild mehr als die zahlreichen zu Wahlkampfzeiten affichierten Plakate.

Wahlplakat der SPÖ für die Nationalratswahl am 9. Oktober 1949
Quelle: Österreichische Nationalbibliothek, Flugblätter-, Plakate- und Exlibris-Sammlung
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Wiederaufbau nach 1945

1945, nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, stand in Wien wie in ganz Österreich zunächst der Wiederaufbau im Zentrum. Die zerstörten Häuser und Straßen mussten wieder aufgebaut werden, eine funktionierende Verwaltung und Demokratie wieder errichtet werden, wovon auch die Plakate der ersten Nachkriegswahlgänge zeugen: Der Topos "Bauen" als Symbol für den Wiederaufbau war auf den Wahlplakaten der Parteien, v.a. jenen der SPÖ, allgegenwärtig.

Wahlplakat der SPÖ für die Wiener Gemeinderatswahl / Nationalratswahl am 9. Oktober 1949
Quelle: Wienbibliothek im Rathaus (vormals Wiener Stadt- und Landesbibliothek), Plakatsammlung
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Angeknüpft wurde – sowohl was Politik und Kultur, aber auch den Städtebau betrifft – vielfach am "alten Österreich vor 1938". In den politischen Parteien lassen sich deutliche personelle und inhaltliche Kontinutiäten zur Zeit vor 1938 ausmachen. Von Seiten der Stadtregierung und der SPÖ wird an das Rote Wien der Zwischenkriegeszeit mit seinen Errungenschaften im kommunalen Wohnbau erinnert. In der Kulturpolitik wurde vielfach an die traditionsreiche Kultur- und Musikstadt vergangener Jahrhunderte, die die Moderne – Schiele und Klimt – (noch) ausklammerte angeknüpft; architektonische Innovationen fehlen im Wiederaufbau der Nachkriegsjahre.

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