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Der Papst in Österreich. Johannes Paul II. beim Katholikentag

Scope 38/83, Beitrag 1

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Der Papst in Österreich. Johannes Paul II. beim KatholikentagMP4 Video, 16.4 MB
Windows, 1.7 MB
Windows, 12.8 MB
Quelle: Filmarchiv Austria
Ort: Österreich

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Originaltext:
Festglocken aller Kirchen Österreichs stimmen zur Eröffnung des österreichischen Katholikentages mit ein. Kardinal König erläutert dabei das Motto dieser Veranstaltung: "Hoffnung Leben - Hoffnung Geben !" Der prominenteste Teilnehmer dieses Katholikentages wird dabei zum ersten Mal auf österreichischem Boden willkommen geheißen: Papst Johannes Paul II. Auf ihn wartet ein dicht gedrängtes Programm, das ihn zuerst zur Europavesper auf den überfüllten Heldenplatz führt, wo ihm die Sympathie der österreichischen Bevölkerung entgegenschlägt. Der Papst errichtet auf diesem Platz symbolisch das Katholikentagskreuz, eine bleibende Erinnerung an seinen Besuch.

"Friede dieser Stadt, diesem Land Österreich und allen seinen Nachbarn im Norden, Osten, Süden und Westen !" Ein historischer Rückblick auf den letzten Papstbesuch im Jahre 1782: Papst Pius VI trifft Kaiser Josef II. Zwei Jahrhunderte später: Modernste Technologien übermitteln Wort, Bild und Ton des Papstbesuches aus Österreich in die ganze Welt. Alleine 500 Millionen Fernseh-Zuseher werden von über 30 Stationen direkt informiert. Per Auto, Bus oder Bahn pilgern hundert tausende Österreicher zu "ihrem" Papst - mit vielen Erwartungen und einem positiven Bewusstsein.
"Was erwarte ich mir, einen Haufen Leut' die auch in derselben Richtung gehen."
"Finden Sie es gerechtfertigt, dass man einer Veranstaltung wie dieser kritisch gegenüberstehen kann?"
"Unbedingt - kritisch !"
"Kritisch gegenüberstehen, wenn alle 200 Jahre ein Papst nach Österreich kommt - braucht man net dem gegenüber kritisch stehen !"
"Viele fahren sicher her, damit sie den Papst sehen usw., aber ich finde, das ist schon einfach ein neuer Aufbruch, wenn so viele Leut' wegen einem Ziel herkommen !"
" Wie kann denn das praktisch ausschauen ?"
"Na, indem jeder seinen kleinen Krieg, den er eventuell wo hat oder den die meisten haben, so muss man sagen, abbaut und jeder bei ihm anfängt."

80.000 Jugendliche bereiten dem Papst im Wiener Stadion einen begeisterten Empfang, denn sie wissen, dass dieser Papst sich mit ihnen und ihren Problemen auseinandersetzt. "Liebe junge Freunde! An diesem Abend gehöre ich Euch! Es segne Euch der allmächtige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist !"

Der Heilige Vater feiert im Donaupark eine Messe mit 300.000 Gläubigen - trotz heftigen Regens. Einzug in den Wiener Stephansdom, den Johannes Paul II als ein Symbol für den österreichischen Wiederaufbau würdigt. Der direkte Kontakt zu den einfachen Menschen verschafft dem Heiligen Vater seine große Popularität, die sich in vielen Dingen, am meisten jedoch in seiner Begegnung mit den Gläubigen ausdrückt. Dem offiziellen Österreich begegnet der Papst auf Einladung des Bundespräsidenten in der Wiener Hofburg; - den internationalen Beamten in der UNO-City; - und den in- und ausländischen Arbeitnehmern vor der Kirche am Hof. Der kurze, aber intensive Besuch von Johannes Paul II hat die Herzen vieler Österreicher, ob alt oder jung, nicht unberührt gelassen.
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