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Märztage 1938

Hallo Kino 7/1988, Beitrag: 1

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Quelle: Filmarchiv Austria
Ort: Wien

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Originaltext:
Zelluloid-Zeitzeuge: Wochenschau Originalton 1938.

Tragische Balkonszene aus der Weltgeschichte. Doch die im Dunklen sieht und zeigt man nicht.

Moderation Stefan Fleming: "Wien - Heldenplatz - an den Iden des März 50 Jahre danach: Tief im Inneren erschüttert heften wir uns der Geschichte an die Fersen, sie einzuholen, ehe sie uns einholt. Österreich überdenkt vorgestern, damit morgen wieder wird wie gestern. Der Blick zurück als Schritt nach vorn."

März-Bedenktage im Gedenkjahr 1988. In der Volkshalle des Wiener Rathauses: Zeitdokument über "Anschluß" und Widerstand.

Als verfolgte Minderheit oft vergessen: die Zigeuner. Zigeunerin: "Die Musik von Folklore-Gruppe Kalyi Jag - Schwarzes Feuer - repräsentiert unsere Identität, unsere eigene Kultur. Hallo bei HALLO KINO!"

Am Rathausplatz am Wort: Zeitzeugen, die sich über Ideologien hinweg im Widerstand gegen die Nazi-Barbarei gefunden haben.

Schweigeminute und Gedenkstunde im Parlament. Bundesrat und Nationalrat bekräftigen ihr Bekenntnis zur Demokratie.

Moderation Stefan Fleming: "Während das offizielle Österreich sich im Hohen Haus besinnt, zelten die Kunst- und Kulturschaffenden am Morzinplatz. Am Standort des ehemaligen Gestapo-Hauptquartiers, dem Zentrum menschenverachtendster Despotie, dem Vorzimmer zur Hölle, versuchen heimische Intellektuelle eine Standortbestimmung für Österreich heute - Motto: Geschichte lebt."

...auch beim Staatsakt im Zeremoniensaal der Hofburg resümiert Kanzler Vranitzky: "Und so können wir heute den Opfern des Faschismus und des Nationalsozialismus in die Augen schauen und sagen: Seht her, aus all der Erniedrigung und aus all dem Leiden sind wir doch auch ein gutes Stück nach vorne gegangen und ich bitte alle Opfer des Nationalsozialismus um ihr Gehör wenn ich sage, das waren wir vor allem Euch schuldig und wir sind ernsthaft bemüht, auch diesen Weg weiter voranzuschreiten."

Die Grünen ziehen aus und rufen zu gemeinsamer Trauer in Mauthausen auf. Demo am Ballhausplatz - und kritisch, skeptisch und bissig wie immer: die Erste Allgemeine Verunsicherung.
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