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Pionierinnen in der Politik

In der Gallery Pionierinnen in der Politik werden Frauen portraitiert, die die "gläserne Decke" durchstoßen haben bzw. erstmals ein politisches Amt ausgeübt haben, das bis dato nur von Männern bekleidet worden war.

Jede Frau wird mit einer Kurzbiographie, einem Foto und weiteren Hintergrundinformationen vorgestellt. Zusammen ergeben die einzelnen Portraits, die in einer Gallery gesammelt werden, einen biografischen Einblick in die jüngere Frauengeschichte.

Rosa Luxemburg


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Bildquelle: Public domain Wikimedia Commons

Politikerin, Revolutionärin, Schriftstellerin, Journalistin
geboren am 5. März 1871, gestorben am 15. Jänner 1919

Rosa Luxemburg war eine bedeutsame Vertreterin der europäischen Arbeiterbewegung. Sie war bedingungslose Kämpferin gegen den Krieg und überzeugte Vertreterin demokratisch-sozialistischen Denkens.

Rosa Luxemburg wird am 5. März 1871 als fünftes Kind einer jüdischen Familie in Zamość (russisch besetztes Polen) geboren. Ab 1873 lebt die Familie in Warschau. Rosa Luxemburg ist sehr gebildet, spricht mehrere Sprachen, und beginnt früh damit, zu schreiben. 1887 tritt sie der von Martin Kasprzak gegründeten, verbotenen Warschauer Gruppe „Zweites Proletariat“ bei. 1889 flieht sie vor der Zarenpolizei in die Schweiz. In Zürich studiert sie zunächst Naturwissenschaften, dann Staatswissenschaften und Nationalökonomie und promoviert 1897. 1893 wird sie Mitbegründerin der Partei „Sozialdemokratie des Königreiches Polen“ (SDKP).

1898 zieht Rosa Luxemburg nach Deutschland und macht eine ungewöhnliche Karriere für eine jüdische Frau in der deutschen und europäischen Arbeiterbewegung. Sie fordert internationale Aktionen gegen Imperialismus, Militarismus und Kolonialpolitik. Sie ist Journalistin und bestimmt die sozialdemokratische Politik in Polen. Delegierte bei den Kongressen der II. Internationale, ist sie weiters Mitglied des Internationalen Sozialistischen Büros ab 1903 und lehrt ab 1907 an der Parteischule der SPD in Berlin. Rosa Luxemburg ist konsequente Kämpferin gegen den Militarismus. Sie organisiert Demonstrationen gegen den Krieg, ruft zu Kriegsdienst- und Befehlsverweigerung auf und wird dafür mehrmals zu Gefängnisstrafen verurteilt, die sie vor allem von 1915–1918 verbüßt.

Als Mitbegründerin des „Spartakus“-Bundes wird sie 1919 ermordet.

Quellen:
http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/rosa-luxemburg/ (19.11.2015)
http://www.rosaluxemburgstiftung.de/ (19.11.2015)

Weitere Hinweise:
Keller, Fritz (2005) (Hg.): Rosa Luxemburg: Denken und Leben einer internationalen Revolutionärin. Wien.
Luxemburg, Rosa (1920): Die russische Revolution. Eine kritische Würdigun. Berlin.
Luxemburg, Rosa (1922): Zur russischen Revolution. Berlin. In: http://www.glasnost.de/klassiker/luxem3.html (19.11.2015)
https://www.marxists.org/deutsch/archiv/luxemburg/index.htm (19.11.2015)


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