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EU-Wahl 2009

Der aktuelle Slogan zu den EU-Wahlen 2009 lautete "Deine Entscheidung".

Bei den Wahlen zum Europäischen Parlament, die vom 4. bis 7. Juni 2009 stattfanden, waren 378 Millionen Wahlberechtigte aus den 27 Mitgliedsstaaten der EU aufgerufen, die Zusammensetzung des Europäischen Parlaments neu zu bestimmen.

Nach dem derzeit geltenden Vertrag von Nizza (bis zum Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon) setzt sich das Europäische Parlament aus 736 Abgeordneten (davon 17 aus Österreich) zusammen. 

 

 

Das endgültige Ergebnis der Europawahl 2009 lautet - nach Feststellung durch die Bundeswahlbehörde am 24. Juni 2009 - wie folgt:

  • SPÖ: 23,7 Prozent (4 Mandate)
  • ÖVP: 30,0 Prozent (6 Mandate)
  • Liste "Dr. Martin - für Demokratie, Kontrolle, Gerechtigkeit": 17,7 Prozent (3 Mandate)
  • Die Grünen - Die Grüne Alternative: 9,9 Prozent (2 Mandate)
  • FPÖ: 12,7 Prozent (2 Mandate)
  • KPÖ - Europäische Linke: 0,7 Prozent (0 Mandate)
  • Junge Liberale Österreich: 0,7 Prozent (0 Mandate)
  • BZÖ - Mag. Ewald Stadler: 4,6 Prozent (0 Mandate)

Der große Wahlverlierer ist die SPÖ (mit einem Minus von beinahe zehn Prozent). Verluste mussten aber auch die Grünen (mit rund 3 Prozent) und die ÖVP (mit fast 3 Prozent) hinnehmen, während die Wahlgewinner die Liste Martin (mit einem Plus von fast 4 Prozent) und die FPÖ (mit einem Plus von über 6 Prozent) sind.

 → Bundesministerium für Inneres/EU-Wahl 2009

Die Wahlbeteiligung bei den Europawahlen 2009 lag in Österreich bei 46 Prozent, EU-weit bei 43,1 Prozent. Die Wahlergebnisse in den anderen EU-Mitgliedsstaaten können hier detailliert nachgelesen werden.

Europaweit musste v.a. die Sozialdemokratie starke Verluste hinnehmen. Splittergruppen legten stark zu, ebenfalls gewinnen konnten europaweit die Grünen und in einzelnen Ländern auch die rechtspopulistischen Parteien (insgesamt hat die rechtsorientierte Union für das Europa der Nationen, UEN jedoch ein Minus zu verzeichnen).

Die Konservativen werden auch nach der Wahl die stärkste Fraktion im Europaparlament bleiben – gefolgt von der sozialdemokratischen Fraktion, den Liberalen und den Grünen.

© Demokratiezentrum Wien

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