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Abb. 7: Sudetendeutsche auf dem Weg zu einer Bahnstation

Sudetendeutsche auf dem Weg zu einer Bahnstation, Liberec (Tschechien), 1.7.1946
© CTK / picturedesk.com

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Dieses Bild zeigt Sudetendeutsche, die aufgrund der Beneš-Dekrete im Juli 1946 auf Lastwägen auf dem Weg zu einer Eisenbahnstation in Liberec (Tschechien) sind. Zwangmigrationen werden auch als forced displacement, also von staatlicher Gewalt gelenkte An- und Umsiedelung von ethnischen oder sozialen Gruppierungen, bezeichnet. Dies ist ein über Europa hinausgehendes Phänomen des 20. Jahrhunderts, das in Zentral - und Osteuropa vor allem anhand der nationalsozialistischen Großraumpolitik – welche als „Neuordnung der ethnodemografischen Verhältnisse in Ostmittel- und Osteuropa unter den Vorzeichen des Rassismus und der Rassenpolitik“[1] definiert werden kann, und unmittelbar nach Kriegsende 1945, stattfand.

Petra Mayrhofer

 


[1] Ohliger, Rainer. 2006. „Flucht und Vertreibung als Migrationsgeschichte: Möglichkeiten und Grenzen einer neuen Deutung und Erinnerung.“ In Definitionsmacht, Utopie, Vergeltung. „Ehtnische Säuberungen“ im östlichen Europa des 20. Jahrhunderts, hg. v. Ulf Brunnbauer, Michael G. Esch und Holm Sundhaussen, S. 213–240. Berlin: LIT Verlag, hier: S. 222f.


Zitierempfehlung: Mayrhofer, Petra, Sudetendeutsche auf dem Weg zu einer Bahnstation. Bildanalysetext zur Abbildung 7 der Ikone "Zwangsmigration und Flucht“, in: Online-Modul Europäisches Politisches Bildgedächtnis. Ikonen und Ikonographien des 20. Jahrhunderts, 09/2009,

URL: http://www.demokratiezentrum.org/themen/europa/europaeisches-bildgedaechtnis/zwangsmigration-und-flucht/abb7-sudetendeutsche-auf-dem-weg-zu-einer-bahnstation.html

 

 

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