Der Mauerfall

Die Vision eines geeinten Europa schien mit dem Mauerfall vom 9. November 1989 erstmals seit sehr langer Zeit wieder greifbar nahe. Horst Möller hat ihn wegen dieser überragenden Bedeutung als „Schicksalstag Europas“[1] bezeichnet. Die damalige Grenzöffnung in Berlin erlebten viele ZeitgenossInnen schlicht als „wunderschöne[n] Wahnsinn“.[2] Im „Mauersturm“ und im anschließenden „Tanz auf der Mauer“ des Jahres 1989 verdichten sich die grenzüberschreitenden, anti-totalitären und freiheitlichen Aspekte dieses Ereignisses und seiner Folgen zu einer eigenen Bildersprache. Die Fotografien der „Mauerstürmer“ vor dem Brandenburger Tor seit der Nacht vom 9. auf den 10. November 1989 zeigen fröhliche und unbedrängte Menschen auf der westlichen Fassade der Grenzanlagen (Abb. 1, Abb. 2, Abb. 3). Solche Sujets waren in den Jahren zuvor praktisch nur als provokative Einzelaktionen von westlicher Seite denkbar gewesen (Abb. 4). Denn seit dem Mauerbau im August 1961 blieb die Grenzbefestigung zwischen West- und Ost-Berlin über 28 Jahre hinweg zumindest von östlicher Seite aus (fast) unüberwindbar. Zuwiderhandlungen waren lebensgefährlich, da die DDR-Grenzposten mit Gewalt auf Fluchtversuche reagierten. Nun zeigten die Pressefotografien Massen von ZivilistInnen, die auf der Mauer standen, betont lässig darauf saßen, hinauf- oder hinabkletterten und bisweilen auch eine schwarz-rot-goldene Fahne schwenkten (Abb. 1, Abb. 2, Abb. 3). Die symbolische Macht des „Eisernen Vorhangs“ in Europa, die schon seit Längerem erodierte, war mit dem 9. November 1989 endgültig gebrochen: Westeuropäische und US-amerikanische Bildmedien inszenierten dieses Ereignis als „Happy End“ eines langen Konflikts, indem sie immer wieder Bilder der jubelnden Menschen in Berlin zeigten.[3] Dabei waren die (Bild-)Medien allerdings nicht nur passiv an den Berliner Geschehnissen beteiligt: Zentral beteiligt am „Mauerfall“ war vielmehr eine Pressekonferenz des Politbüro-Mitglieds Günter Schabowski am Abend des 9. November. Dessen ungenauen Angaben zu einer neuen Reiseregelung wurden von westlichen Nachrichtenagenturen und Fernsehsendern so interpretiert, als werde die Grenze nun geöffnet. Diese Berichte lösten einen Ansturm auf die Übergänge aus, der wiederum die DDR-Grenzer völlig überforderte und so schließlich das erhoffte Ereignis (den „Mauerfall“) in der Nacht zum 10. November herbeiführte.[4]

Mauern fungieren üblicherweise als Hindernisse, sie sollen physisch trennend wirken. Gerade deshalb verführen sie aber auch zu ihrer (gedanklichen) Überwindung und verweisen symbolisch auf die jeweils andere Seite. Der exakte Grenzpunkt zwischen innen und außen, zwischen hüben und drüben ist die Mauerkrone. Die Kunst belebte diesen (Un-)Ort an der Berliner Sektorengrenze bereits vor 1989: So drehte der Regisseur Reinhard Hauff Anfang der 1980er-Jahre einen Film mit dem Titel „Der Mann auf der Mauer“. Hauptdarsteller war damals Marius Müller-Westernhagen, dessen Song „Freiheit“ einige Jahre später zu einer populären Hymne des Mauerfalls wurde. Drehbuchautor Peter Schneider veröffentlichte zudem etwa zeitgleich mit dem Film die Erzählung „Der Mauerspringer“.[5] Weiterhin balancierte der nordamerikanische Friedensaktivist John Runnings (alias „Wall Walker“) in den 1980er-Jahren mehrfach auf der Berliner Mauer und brach Mitte der 1980er-Jahre auch Teile aus ihrer Krone, bevor er von den DDR-Grenzern in Empfang genommen wurde (Abb. 4).[6]

Die Ikonografie des 9. November 1989, in der die Menschen auf der Mauer eine so wichtige Rolle spielen, war also in vielerlei Hinsicht bereits vorbereitet, als der sogenannte „Fall der Mauer“ schließlich Wirklichkeit wurde. Dieser fand in jener Nacht allerdings nur metaphorisch statt (faktisch wurden lediglich die Grenzübergangsstellen geöffnet) und so sprechen denn auch die Ereignisbilder eine etwas andere Sprache. Dort fällt die Mauer nicht, sondern sie wird besetzt. Zu dieser politischen Ikonografie zählt neben der Siegesfeier der Massen beispielsweise auch der „Mauersturm“[7]: am 9. November befanden sich erstmals in den Stunden vor Mitternacht ZivilistInnen auf der Mauerkrone vor dem Brandenburger Tor, die aber zunächst noch einmal vertrieben wurden, doch kurz darauf standen dann Hunderte dicht an dicht auf dem Grenzwall vor dem Tor. Die Übergangsstelle am Brandenburger Tor wurde dann später, am 22. Dezember 1989, unter Beteiligung der Regierungschefs Hans Modrow (DDR) und Helmut Kohl (Bundesrepublik) noch einmal symbolisch eröffnet, um so die große Bedeutung dieses Ortes und seiner wiederhergestellten Durchlässigkeit herauszustreichen.[8]

Eine Aufnahme des AP-Fotografen Thomas Kienzle, die vom 10. November desselben Jahres stammt, verbindet sich sehr eng mit dem ikonischen Charakter des „Mauerfalls“ (Abb. 5). Durch den Zusammenbruch des Grenzregimes war der Grat zwischen dem viel zitierten „Wahnsinn“[9] und der politischen Wirklichkeit plötzlich sehr schmal geworden. Kienzles Bildmotiv zeigt die emotionale Wirkung, die von dieser Entwicklung ausging: „MauertänzerInnen“ stehen hier auf der Grenzarchitektur und fassen sich dabei an den Händen, sodass sie eine Menschenkette bilden. Im Vordergrund sind die Köpfe der den „Tanz“ beobachtenden Menge zu sehen, im Hintergrund thront die Quadriga über dem bereits erwähnten Brandenburger Tor und ganz oben gipfelt die angedeutete Dreieckskomposition im schwarz-rot-goldenen „Dreifarb“. Die Einheit der deutschen Nation wird so affirmativ durch die harmonische Präsentation ihrer Kollektivsymbole („Volk“, Brandenburger Tor und Flagge) ins Bild gesetzt.[10] Das fotografische Medium dieses Historienbildes dient dabei der Authentifizierung und Festschreibung des Ereignisses „Mauerfall“. Dabei verschmelzen zwei vormals gegensätzliche Symbolwelten. Da ist zum einen die Berliner Mauer: Sie steht zeichenhaft für das Leiden an der deutschen Teilung nach dem Zweiten Weltkrieg sowie für die Zementierung des Kalten Krieges und der damit verbundenen nuklearen Bedrohung . Das „Symbol(l)werk“[11] visualisiert in Verbindung mit dem über Jahrzehnte verschlossenen Brandenburger Tor die betonschwer drückende Last der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Im Gegensatz dazu symbolisiert das Element des Tanzes in Verbindung mit dem „Mauerfall“ spielerische Leichtigkeit und Freiheit: An einem Ort, an dem zuvor das Militär das Sagen hatte, verleihen nun ZivilistInnen ihrer wechselseitigen emotionalen Verbundenheit körperlichen Ausdruck. Die Kette der Hand in Hand auf der Mauerkrone Balancierenden sprengt den Bildrahmen und kann sich so in der Phantasie zu einem Kreis zusammenschließen, der einmal um West-Berlin führt. Allerdings ist die ornamentale Gliederung der Kette auf Thomas Kienzles Fotografie immer wieder durchbrochen: So wird beispielsweise eine Person auf die Mauer gezogen und vor der Menschenkette laufen weitere Personen durch das Bild.[12] Zu militärischer Exaktheit und Strenge finden die fotografierten Individuen also trotz aller Koordinationsbemühungen nicht zusammen; auch in solchen Details zeigt sich der freiheitliche Grundgedanke des Motivs, das beispielsweise ein wenig der Ikonografie der Freudentänze in Paris nach dem Zweiten Weltkrieg ähnelt (Abb. 6).

Als Gegenbild kann denn auch eine Fotografie vom 11. November 1989 dienen, die zeigt, dass Grenzsoldaten die Panzermauer vor dem Brandenburger Tor besetzt haben und damit noch einmal darauf verweisen, wie umkämpft dieser neuralgische Punkt der deutschen Geschichte tatsächlich war: Im Verhältnis zu Kienzles Motiv wird auf diesem Bild von Walter Ludwigs die ganze Tristesse der Diktatur sichtbar (Abb. 7). Die Menschen auf der Mauer tanzen nicht, sie stehen (weitgehend) in Reih und Glied, zudem sind sie allesamt in ödes militärisches Grün gekleidet und verbergen ihre Hände auf dem Rücken. Ihnen gegenüber steht keine Menschenmenge, zu Füßen der Mauer liegt stattdessen etwas Müll verstreut. Und als Krönung des Ganzen flattert die Deutschlandfahne nicht im Wind, sondern hängt schlaff am Mast über der Quadriga.[13] Insgesamt ergibt sich so der Eindruck einer anonymisierten Ansammlung von („Partei“-)Soldaten an einem kahlen Ort voll trostloser Hässlichkeit, die es nicht wagen, aus der Reihe zu tanzen. Einige Gestalten laufen im Hintergrund allerdings bereits aus dem Bild heraus. Der letzte Versuch der DDR, die (West-)Fassade zu wahren, findet hier sein trauriges Mahnmal – während Thomas Kienzle das dynamische Moment dieses Niedergangs in ein fotografisches Denkmal der Freude übersetzt hat (Abb. 5). So viel ist damit gewiss: Auch wenn sie nicht an jenem Tag aufgenommen wurden, können beide Fotografien gerade in ihrer wechselseitigen Bezugnahme als „Bilder des 9. November 1989“ betrachtet werden, weil sie dessen mythisches Grundmotiv, nämlich den Einbruch des Undenkbaren, Erhofften und Befürchteten in den realsozialistischen Alltag, aus westlicher Perspektive eindringlich thematisieren.

Die Ereignisse rund um den „Mauerfall“ bzw. „Mauersturm“ im November 1989 waren in vielerlei Hinsicht Balanceakte auf plötzlich sehr dünn gewordenen Grenzlinien: Realität und Phantasie schienen kaum mehr separiert, Ost und West waren nicht mehr hermetisch voneinander abgeriegelt, sondern fanden in einer neuen Mitte zueinander, Millionen individueller Leben wurden mitsamt dem politischen System der DDR revolutioniert – ob nun zum Besseren oder Schlechteren, darin gingen die Meinungen mit der Zeit immer stärker auseinander. Jedenfalls aber vermischten sich in dieser Phase der deutschen Geschichte Alltag und Weltpolitik. Diese enorme Spannkraft hob der Künstler Hubertus von der Goltz noch 1989/90 in mehreren Installationen auf. So platzierte er die Figur eines Balancierenden auf die Mauerkrone am Potsdamer Platz bzw. auch vor dem Brandenburger Tor, wobei es geradezu zu einem Wechselspiel zwischen demontierenden Grenztruppen und erneut aufbauendem Künstler kam (Abb. 8). Goltz schuf damit ein Bild für den schwierigen Drahtseilakt, den die Umbrüche von 1989/90 im Leben so vieler EuropäerInnen bedeutet haben.

Die Enttäuschung vieler Ostdeutscher in den 1990er-Jahren, aber auch die vielen Toten, die in jüngster Zeit an den Außengrenzen der EU zu beklagen waren, verweisen darauf, dass der Freiheitsmythos des 9. November 1989 im Kern utopisch ist: Geistige und politische Grenzen haben mit diesem Datum nicht einfach aufgehört zu existieren. Eher haben sich die alten Konfliktlinien verschoben und qualitativ verändert oder sind durch neue ersetzt worden. Doch nach dem Mauerfall hofften in Deutschland (und auch darüber hinaus in Ost- und Westeuropa) viele Menschen auf eine positive historische Zäsur – die überkommene Ordnung war sichtbar ins Wanken geraten und die Problematik der neuen Machtverhältnisse war noch nicht klar abzusehen: In diesem Zusammenhang wird der 9. November 1989 häufig mit einem anderen Schicksalsdatum verglichen, das in der Freiheitsmythologie des liberalkapitalistisch-parlamentarischen Europa eine zentrale Rolle spielt, nämlich mit dem 14. Juli 1789.[14] Analog zum Mauerfall, der heute erinnerungskulturell verkürzend für das Ende des Kalten Krieges steht, ist der Bastillesturm zur mythischen Chiffre für die Französische Revolution geronnen. Beide Ereignisse stehen also aus liberalkapitalistisch-parlamentarischer Sicht symbolisch für einen erfolgreichen europäischen Demokratisierungsprozess. Dass sie dabei sämtliche anderen relevanten Ereignisse und Staatsakte im kollektiven Gedächtnis weit hinter sich gelassen haben, erklärt sich aus dem Symbolwert beider Architekturen: Während die Berliner Mauer in der westlichen Propaganda und Presselandschaft dazu diente, den Gefängnis-Charakter der DDR als Staat abzubilden, handelte es sich bei der Bastille tatsächlich um ein Staatsgefängnis. Hier wie dort bildete also die revolutionäre Eroberung einer Herrschaftsarchitektur, die symbolisch für ein bis dato unbezwinglich erscheinendes Regime (der Bourbonen bzw. der SED) stand, den Kern der mythischen Erzählung. Doch auch die Parallelen in der Bildgeschichte beider Ereignisse sind markant: Aus den Berliner MauertänzerInnen wurden im Laufe der friedlichen Herbstrevolution in Ostdeutschland schnell sogenannte Mauerspechte, welche das ungeliebte Bauwerk Stück für Stück abtrugen (Abb. 9, Filmsequenz A).[15] Die dabei erzeugten Steinbrocken verkauften sie häufig als Souvenirs. Einer ganz ähnlichen Ikonografie und kommerziellen Verwertung wurde auch die Bastille zugeführt: Zum einen avancierten Bauarbeiter mit Spitzhacken und Brechstangen auf den Zinnen der Bastille zum Leitmotiv der zeitgenössischen Flugblätter und Radierungen (Abb. 10). Zum anderen ließ der Bauunternehmer Pierre-François Palloy das Gebäude nicht nur schleifen, sondern aus den Trümmern des ehemaligen Gefängnisses massenhaft Reliquien fertigen.[16]

Der Vergleich mit dem französischen Bastillesturm verweist darauf, dass die Symbolkraft des 9. November 1989 aus liberalkapitalistisch-parlamentarischer Perspektive zum Kernbestandteil der europäischen Identität zählt. Deshalb steht unterdessen beispielsweise auch ein Mauersegment nahe des Gebäudes des Europäischen Parlaments in Brüssel – auf der Tafel dazu heißt es, die Berliner Mauer sei bis 1989 ein „Symbol der Teilung Berlins, Deutschlands und Europas“ gewesen (http://www.berlin.de/rbmskzl/rathausaktuell/archiv/2004/04/22/19928). Wie kaum ein zweites Datum steht deshalb das Jahr 1989 mit dem „Mauerfall“ für den friedlichen Sieg der Menschenrechte über die kommunistischen Diktaturen, aber auch allgemeiner für die Freiheit stiftende Kraft der Grenzüberschreitung. Timothy Garton Ash hat dies (mit einigem Pathos) wie folgt ausgedrückt: „Wenn wir frei sind, können wir gemeinsam mit anderen freien Menschen auf eine freie Welt hinarbeiten. Nichts kann uns aufhalten, es sei denn die Mauern der Ignoranz, des Egoismus und der Vorurteile, die freie Menschen untereinander und Freie von Unfreien trennen. […] Seit dem 11. September 2001 sind diese geistigen Mauern immer höher und abschreckender geworden; das 9/11 der Angst markiert den eigentlichen Beginn des 21. Jahrhunderts. Aber es gibt noch ein anderes 9/11, einen auf europäische Weise geschriebenen 9.11. Am Abend des 9. November 1989 begannen Bürger mit allen zur Verfügung stehenden Werkzeugen auf den Beton der Berliner Mauer einzuhacken – und die Mauer fiel. Das markierte das faktische Ende des kurzen 20. Jahrhunderts. Es war unser 9/11 der Hoffnung.“[17]

Benjamin Drechsel

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[1] Möller, Horst. 2004. „Der 9. November in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts.“ In Tage deutscher Geschichte. Von der Reformation bis zur Wiedervereinigung, hg. v. Eckart Conze und Thomas Nicklas, S. 195–216. München: Deutsche Verlagsanstalt, hier S. 216.

[2] Prokop, Siegfried. 1992. Unternehmen „Chinese Wall“. Die DDR im Zwielicht der Mauer. Frankfurt am Main: Fischer, S. 7.

[3] Als äußerst kritische Stellungnahme dazu vgl. etwa Loshitzky, Yosefa. 1995. „Inverting Images of the 40s: The Berlin Wall and Collective Amnesia.“ The Journal of Communication 45/2: S. 93–107.

[4] Vgl. Hertle, Hans-Hermann. 1999. Der Fall der Mauer. Die unbeabsichtigte Selbstauflösung des SED-Staates. Opladen: Westdeutscher Verlag (2. Auflage).

[5] Schneider, Peter. 1982. Der Mauerspringer. Darmstadt: Luchterhand

[6] Zu John Runnings vgl. etwa Laabs, Rainer/Sikorski, Werner. 2004. Checkpoint Charlie und die Mauer. Ein geteiltes Volk wehrt sich. Berlin: Ullstein (4. Auflage), S. 80–82.

[7] Zu dieser Ikonografie in Verbindung mit dem Brandenburger Tor vgl. Janzing, Godehard. 2008. „Der Fall der Mauer. Bilder von Freiheit und/oder Einheit.“ In Das Jahrhundert der Bilder. Band 1: 1949 bis heute, hg. v. Gerhard Paul, S. 574–581. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.

[8] Vgl. Hoff, Peter. 1991. „Vom Totentanz im Palast zum Tanz auf der Mauer.“ Beiträge zur Film- und Fernsehwissenschaft 40: S. 142–163.

[9] So z.B. bei Poppe, Ulrike. 2005. „Life in the Shadow of the Wall“ ( = „Leben im Schatten der Mauer“) In On Both Sides of the Wall. Preserving Monuments and Sites of the Cold War Era (= Auf beiden Seiten der Mauer. Denkmalpflege an Objekten aus der Zeit des Kalten Krieges), hg. v. Henriette von Preuschen und Leo Schmidt, S. 28–35. Bad Münstereifel: Westkreuz, hier S. 28.

[10] Deshalb eignet es sich auch als Umschlagfoto für Pleticha, Heinrich, Hg. 1998. Deutsche Geschichte. Seit 1918 – Von Weimar nach Berlin. Band 6. Gütersloh: Bertelsmann.

[11] Diers, Michael. 1997. „Die Mauer. Notizen zur Kunst- und Kulturgeschichte eines deutschen Symbol(l)werks.“ In Schlagbilder. Zur politischen Ikonographie der Gegenwart, hg. v. Michael Diers, S. 121–141. Frankfurt am Main: Fischer.

[12] Zum Ablauf der Mauertänze in Berlin im November und Dezember 1989 vgl. Darnton, Robert. 1993 (engl. Original 1991). Der letzte Tanz auf der Mauer. Berliner Journal 1989–1990. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch, S. 79.

[13] Zur Geschichte der deutschen Trikolore vgl. Reichel, Peter. 2005. Schwarz-Rot-Gold. Kleine Geschichte deutscher Nationalsymbole nach 1945. München: Beck, S. 15–31.

[14] Zu diesem nicht unumstrittenen Bezug zwischen beiden Ereignissen vgl. Baker, Frederick. 1994. „The Berlin wall and the Bastille: tearing down walls and building myths.“ European Review of History 1/2: S. 157–167.

[15] Zu den heutigen Überresten vgl. Sälter, Gerhard. 2007. Mauerreste in Berlin. Der Abbau der Berliner Mauer und noch sichtbare Reste in der Berliner Innenstadt (= Relicts of the Berlin Wall. The Dismantling of the Berlin Wall and the Visible Remains in the Berlin City Center). Berlin: Verein Berliner Mauer (2. Auflage); Klausmeier, Axel/Schmidt, Leo. 2005. Mauerreste – Mauerspuren. Der umfassende Führer zur Berliner Mauer. Berlin: Westkreuz (2. Auflage).

[16] Ausführlicher zu den genannten Parallelen vgl. Burkhardt, Nina/Reichardt, Rolf. 2006. „Der zweifache Fall der Mauer. ‚Und wir können sagen, wir sind dabeigewesen‘.“ In Unvergessliche Augenblicke. Die Inszenierung von Medienereignissen, Ausstellungskatalog, hg. v. DFG-Graduiertenkolleg Transnationale Medienereignisse von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, S. 44–64. Frankfurt am Main: Societätsverlag.

[17] Garton Ash, Timothy. 2004. Freie Welt. Europa, Amerika und die Chance der Krise. München: Hanser (Sonderauflage für die Landeszentralen für politische Bildung, engl. Original, S. 11.


Zitierempfehlung: Drechsel, Benjamin, Der Mauerfall. Bildaufsatz der Ikone „Mauerfall“, in: Online-Modul Europäisches Politisches Bildgedächtnis. Ikonen und Ikonographien des 20. Jahrhunderts, 09/2009, URL:http://www.demokratiezentrum.org/themen/europa/europaeisches-bildgedaechtnis/mauerfall.html

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