Der Mauerbau

Der 13. August 1961 ist in die Geschichte eingegangen als Tag des Mauerbaus in Berlin, durch den das ostdeutsche SED-Regime die Spaltung Europas im Ost-West-Konflikt auf die Spitze trieb. Die seit damals entstandene Grenzarchitektur wurde eine der wichtigsten politischen Ikonen des 20. Jahrhunderts. Der 13. August zählt deshalb zu den Symboldaten mit besonderer Bedeutung für die europäische Zeitgeschichte wie etwa auch die Unterzeichnung der Römischen Verträge am 25. März 1957 oder die Einführung der Euro-Banknoten und -Münzen am 1. Januar 2002. Doch markierte der 13. August lediglich den Kulminationspunkt einer jahrelangen Entwicklung: Bereits ab den 1950er-Jahren unterhielt die DDR ein Barrikadensystem an der ca. 1.400 Kilometer langen Demarkationslinie zur Bundesrepublik Deutschland (Abb. 1).[1] Mithilfe der Sperren sollte die Auswanderung der eigenen Bevölkerung gestoppt oder zumindest gebremst werden. Auf östlicher Seite wurde eine fünf Kilometer breite Sperrzone ausgewiesen, in der die Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt war; der zehn Meter breite Kontrollstreifen direkt an der Grenze durfte von ZivilistInnen grundsätzlich nie betreten werden. Während die innerdeutsche Grenze (als Teil des innereuropäischen „Eisernen Vorhangs“) also zumindest in Teilen schon früh abgeriegelt war, blieb West-Berlin ein sehr problematischer Ort für das SED-Regime. Denn an den dortigen Sektorengrenzen war die Ausreise aus der Diktatur noch relativ leicht möglich. Diese Berliner Sondersituation erklärte sich aus dem Viermächtestatus der Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg: Die Siegermächte Sowjetunion, USA, Großbritannien und Frankreich hatten die Stadt unter sich aufgeteilt und gemeinsam verwaltet (Abb. 2). Die Grenzlinie zwischen den drei Westsektoren und dem sowjetischen Sektor blieb zunächst offen, doch verdichtete sie sich seit den späten 1940er-Jahren zunehmend zur politischen Systemgrenze des „Kalten Krieges“. Dabei wirkte sich der Ost-West-Konflikt zwischen Staatssozialismus und liberalkapitalistischen parlamentarischen Demokratien aus, der an den Zweiten Weltkrieg anschloss und schließlich zur Teilung Europas während nahezu der gesamten zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts führte. Berlin war in diesem Zusammenhang lediglich ein Brennpunkt des Konflikts – wenn auch ein besonders dauerhaft und heftig umstrittener.[2] Bereits 1948/49 war anlässlich der Währungsreform eine sowjetische Blockade des Westteils der Stadt erfolgt, welche die Westmächte jedoch durch ihre Luftbrücke überwunden hatten.

Die westliche Truppenpräsenz in Berlin war für die politischen Entscheidungsträger des Ostblocks strategisch ungünstig. Doch im Vorfeld des Mauerbaus gab es ein anderes zentrales Problem, nämlich den Flüchtlingsstrom aus dem eigenen Territorium, der die DDR zu Beginn der 1960er-Jahre vor gewaltige ökonomische Schwierigkeiten stellte. Der SED-Staat verlor seit seiner Gründung im Oktober 1949 bis 1961 etwa 15 Prozent seiner arbeitenden Bevölkerung, darunter viele gut qualifizierte Menschen.[3] Im November 1958 forderte der sowjetische Staats- und Parteichef Nikita S. Chruschtschow ultimativ, West-Berlin in eine entmilitarisierte „Freie Stadt“ zu verwandeln. Er wollte der DDR dabei auch die Kontrolle über die Zugangswege verschaffen, scheiterte aber mit seinem Ultimatum. Stattdessen blieb die Zahl der Flüchtlinge weiter hoch. In dieser Notsituation entschieden sich die führenden PolitikerInnen schließlich für eine Abdichtung West-Berlins, wobei der DDR-Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht noch am 15. Juni auf einer Pressekonferenz behauptete: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“ Tatsächlich hatte Ulbricht zu diesem Zeitpunkt wohl bereits seit Längerem darauf hingewirkt, Berlin abriegeln zu dürfen.[4] Im August 1961 ließen ihn die Sowjets schließlich gewähren, um den vollkommenen Zusammenbruch des politischen Systems der DDR zu verhindern. In der Nacht vom 12. auf den 13. August 1961 wurden die Sektorengrenzen rings um West-Berlin dicht gemacht. Erich Honecker, damals Sekretär des Nationalen Verteidigungsrates, setzte dabei unter anderem Tausende Volkspolizisten und paramilitärische Betriebskampfgruppen ein. Auch die Nationale Volksarmee und der Staatssicherheitsdienst wirkten unterstützend. Honeckers Einheiten errichteten zunächst Sperren aus Stacheldraht. Ab dem 15. und insbesondere ab dem 22. August entstanden dann jene steinernen Wälle, welche bis heute zur Ikonografie des 13. August gehören, obwohl sie an diesem Tag noch gar nicht existiert haben. (Filmsequenz A und Filmsequenz B) Diese erste Generation der Berliner Mauer wurde aus Hohlblocksteinen errichtet (Abb. 3). Auf ihrer Krone drohten eiserne Ständer mit darin gespanntem Stacheldraht : Bilder davon haben die Konstruktion der Berliner Mauer als ikonisches Symbol der staatssozialistischen Diktaturen in der Bildberichterstattung westeuropäischer Medien maßgeblich geprägt. Mit den Jahren wurde das sogenannte „Vordere Sperrelement“, d.h. die Mauer, die den Ost-Berliner Grenzstreifen nach Westen hin abschloss, dann allerdings zunehmend visuell entschärft. So bestand die vierte und letzte Generation der Mauer, die ab Mitte der 1970er-Jahre zum Einsatz kam, aus Fertigelementen, welche sich zu einer glatten Stahlbetonwand zusammenfügten: Stacheldraht war vom Westen aus also nicht mehr zu sehen (Abb. 4). Den oberen Abschluss dieses Bollwerks bildete ein aufgelegtes Rohr, das Flüchtlingen ein Festhalten beim Überklettern unmöglich machen sollte. Insgesamt hatten die Sperren übrigens eine Gesamtlänge von gut 150 Kilometern, wobei die innerstädtische Grenze über 40 Kilometer lang war. Dabei wurde der Ring um West-Berlin immer wieder überarbeitet und so zunehmend perfektioniert.

Trotz aller gegenteiligen DDR-Propaganda vom vermeintlichen „antifaschistischen Schutzwall“ (Filmsequenz C und Filmsequenz D): Das Grenzregime der SED an der innerdeutschen Grenze und in Berlin war stets in erster Linie gegen die Abwanderung der eigenen Bevölkerung gerichtet. Insofern ist auch die Bezeichnung „Vorderes Sperrelement“ für die westliche Mauer irreführend. Faktisch handelte es sich lediglich um das letzte einer ganzen Reihe von Hindernissen, durch welche die Grenzlandschaft von Osten aus gestaffelt war (Abb. 5).[5] So wurde der durchschnittlich etwa 50 Meter breite Mauerstreifen mit seinen Wachtürmen, Patrouillenwegen und Lichttrassen sowie weiteren Sperrmaßnahmen (z.B. Hundelaufanlagen) bereits ab den 1960er-Jahren auch im Osten durch einen Hinterlandzaun bzw. etwas später durch eine Hinterlandmauer begrenzt. Zudem gab es vor den eigentlichen Grenzanlagen eine durch rot-weiße Pfosten und Geländer sowie Hinweisschilder markierte Zone mit Vorfeldsicherungen, die nicht betreten werden durfte. Ausgerechnet für die Menschen, die mit ihrer Hilfe eingesperrt wurden, waren Mauer und Todesstreifen also weitgehend unsichtbar.

Kontinuierlich sichtbar war in den symbolischen Kämpfen um Berlin hingegen stets das Brandenburger Tor. Schon im Vorfeld des 13. August (und dann erst recht mit diesem Datum) war es aus bundesrepublikanischer Perspektive zum Mahnmal geworden, das an die Leiden der deutschen Teilung erinnerte.[6] Aus SED-Sicht hingegen symbolisierte das geschlossene Tor die Funktionstüchtigkeit ihres Grenzregimes und damit auch die Lebensfähigkeit des Staatssozialismus. Diese Perspektive verdichtete sich in einem Bildtyp, der uniformierte Kämpfer als Menschenmauer vor dem Brandenburger Tor zeigte. Insbesondere eine Fotografie vom 14. August 1961 wurde durch die staatssozialistische Propaganda gezielt ikonisiert (Abb. 6):[7] Als zentrales Bildmotiv fungiert eine lebendige Mauer aus vier bewaffneten Kampfgruppenmännern vor dem Brandenburger Tor. Das Motiv wurde in unterschiedlichsten Kontexten reproduziert, so etwa (beschnitten) auf einer SED-Propagandabroschüre des Jahres 1961, auf einer Jubiläumsbriefmarke für die Kampfgruppen im Jahr 1973 oder als Re-Inszenierung mit den gealterten Protagonisten im August 1981. Noch während der 1990er-Jahre war das Schlüsselbild im kollektiven Gedächtnis der Ostdeutschen nachweisbar.[8] Wie das Beispiel zeigt, wurde der Mauerbau seitens des SED-Regimes bis in die 1980er-Jahre hinein offiziell positiv gewertet. Damit war auch immer eine europäische Perspektive verbunden, denn aus offizieller DDR-Sicht hatte das Berliner Grenzregime einen wesentlichen Beitrag zum Frieden in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg geleistet. So lautete beispielsweise ein offizieller Slogan zum Jubiläum des sogenannten „antifaschistischen Schutzwalls“ in Berlin am 13. August 1971 „10 Jahre sicherer Schutz des Friedens und des Sozialismus“.

In den liberalkapitalistischen parlamentarischen Demokratien Europas sahen weite Teile der politischen Eliten dies ganz anders: Für sie war der Mauerbau ein aggressiver und brutaler Akt. Deshalb wurden die Sperranlagen des SED-Grenzregimes in den 1960er-Jahren häufig mit der Mauer eines Konzentrationslagers verglichen. Beispielsweise schrieb die österreichische „Arbeiter-Zeitung“ am 15. August 1961: „Ost-Berlin wird ein großes KZ.“ Durch die Ikonografie des Stacheldrahtes wurde der Mauerbau zudem nicht nur verbal, sondern auch bildhaft in die Nähe der nationalsozialistischen Verbrechen gerückt. So erschien etwa die „BILD-Zeitung“ anlässlich des Mauerbaus im August 1961 mehrfach mit einer von Stacheldraht gerahmten Titelseite (Abb. 7). Bereits am 14. August hatte der Titel einiger Themenseiten des Boulevardblatts gelautet: „So machte Ulbricht die Zone zum KZ.“ Solche Vergleiche mögen heute unpassend erscheinen, damals wurden sie jedoch beispielsweise auch in der seriösen „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ verwendet. Zum kriegerischen Ernstfall kam es trotz aller wechselseitigen Aggressionen nicht: Da der Status quo durch die Grenzabsperrung nicht verletzt wurde, unterließen die Westmächte militärische Gegenschläge.

Trotzdem forderte der Mauerbau menschliche Opfer. Bis zum 7. August 2008 sind in einem wissenschaftlichen Forschungsprojekt 136 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Berliner SED-Grenzregime belegt worden; weitere Verdachtsfälle wurden noch ausgewertet.[9] Unter den Maueropfern sind zahlreiche Kinder und Jugendliche, aber auch im Dienst getötete DDR-Grenzsoldaten, die durch Fahnenflüchtige, Kameraden, Flüchtlinge und andere ums Leben kamen. In der SED-Diktatur wurden zudem Tausende nach § 213 des Strafgesetzbuchs wegen Republikflucht verurteilt, die versucht hatten, das Land zu verlassen. Das Thema „Flucht und Maueropfer“ sorgte über Jahrzehnte immer wieder für öffentliche Aufmerksamkeit in Europa und folgerichtig auch für einige Schlüsselbilder zur Berliner Mauer. Dazu zählen die hier gezeigten Fotografien vom sogenannten „Sprung in die Freiheit“ des Grenzpostens Conrad Schumann am 15. August 1961 (Abb. 8), der kurz darauf beispielsweise in „Le Figaro“, im Schweizer „Blick“ oder im „Daily Mirror“ zu sehen war, oder vom Tod des Maurerlehrlings Peter Fechter am 17. August 1962 (Abb. 9).[10] Fechters Leiden und Sterben symbolisiert erinnerungskulturell die Brutalität des SED-Grenzregimes. Heute ist insbesondere die „Gedenkstätte Berliner Mauer“ mit einem Denkmal, einem Dokumentationszentrum und der Versöhnungskapelle in der Bernauer Straße zum institutionalisierten Ort des Gedenkens an die Maueropfer geworden.[11]

Benjamin Drechsel

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[1] Vgl. Lapp, Peter J./Ritter, Jürgen. 2001. Die Grenze. Ein deutsches Bauwerk. Berlin: Links (4. Auflage).

[2] Kurzüberblicke über die Verstrickungen von Mauer(-bau) und politischer Nachkriegsgeschichte bieten z.B. Holzweißig, Gunter. 2004. „Grenzregime und Mauerbau.“ In Orte des Erinnerns. Gedenkzeichen, Gedenkstätten und Museen zur Diktatur in SBZ und DDR, hg. v. Annette Kaminsky, S. 507–511. Leipzig: Forum; Bollin, Christina/Fischer-Bollin, Peter. 1999. „Mauer.“ In Handbuch zur deutschen Einheit 1949–1989–1999, hg. v. Karl-Rudolf Korte und Werner Weidenfeld, S. 547–559. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

[3] Vgl. Harrison, Hope M. 2005. „Die Berliner Mauer – ein Symbol des Kalten Krieges?“ (= “The Berlin Wall – a Symbol of the Cold War Era?”) In Auf beiden Seiten der Mauer. Denkmalpflege an Objekten aus der Zeit des Kalten Krieges (= On Both Sides of the Wall. Preserving Monuments and Sites of the Cold War Era), hg. v. Henriette von Preuschen und Leo Schmidt, S. 18–27. Bad Münstereifel: Westkreuz, hier S. 18.

[4] Vgl. dazu z.B. Wettig, Gerhard. 2006. Chruschtschows Berlin-Krise 1958 bis 1963. Drohpolitik und Mauerbau. München: Oldenbourg; Uhl, Matthias/Wagner, Armin, Hg. 2003. Ulbricht, Chruschtschow und die Mauer. Eine Dokumentation. München: Oldenbourg; Hertle, Hans-Hermann/Jarausch, Konrad H./Kleßmann, Christoph, Hg. 2002. Mauerbau und Mauerfall. Ursachen – Verlauf – Auswirkungen. Berlin: Links.

[5] Vgl. Klausmeier, Axel/Schmidt, Leo. 2005. Mauerreste – Mauerspuren. Der umfassende Führer zur Berliner Mauer. Berlin: Westkreuz (2. Auflage); Feversham, Polly/Schmidt, Leo. 1999. Die Berliner Mauer heute. Denkmalwert und Umgang (= The Berlin Wall Today. Cultural Significance and Conservation Issues). Berlin: Bauwesen.

[6] Zum häufigen Bedeutungswandel des Brandenburger Tores im Laufe seiner Geschichte vgl. Demandt, Barbara. 2004. „Metamorphosen eines Tores. Handreichungen zur Erklärung des Brandenburger Tores.“ Pegasus-Onlinezeitschrift IV/1: S. 26–53. Online-Publikation unter: http://www.pegasus-onlinezeitschrift.de/erga_1_2004_demandt.html (letzter Zugriff Jänner 2009).

[7] Vgl. Demke, Elena. 2004. „Mauerfotos in der DDR. Inszenierungen, Tabus, Kontexte.“ In Die DDR im Bild. Zum Gebrauch der Fotografie im anderen deutschen Staat, hg. v. Karin Hartewig und Alf Lüdtke, S. 89–106. Göttingen, hier: S. 92.

[8] Vgl. Gamper, Peter/Holzwarth, Werner, Hg. o.J. Kollektive Bilder. Die Bilder im Kopf der DDR-Bürger. Band 2. Weimar: Bauhaus-Universität, S. 34.

[9] Grundlegendes zu Mauertoten-Statistiken und zum genannten Forschungsprojekt bei Hertle, Hans-Hermann/Sälter, Gerhard. 2006. „Die Todesopfer an Mauer und Grenze.“ In Deutschland Archiv 4: S. 667–676.

[10] Hamann, Christoph. 2005. „Schnappschuss und Ikone. Das Foto von Peter Fechters Fluchtversuch.“ In Zeithistorische Forschungen, Online-Ausgabe, 2 , H. 2, Online-Publikation unter: http://www.zeithistorische-forschungen.de/16126041-Hamann-2-2005 (letzter Zugriff Jänner 2009).

[11] http://www.berliner-mauer-dokumentationszentrum.de (letzter Zugriff Jänner 2009).


Zitierempfehlung: Drechsel, Benjamin, Der Mauerbau. Bildaufsatz der Ikone „Mauerbau“, in: Online-Modul Europäisches Politisches Bildgedächtnis. Ikonen und Ikonographien des 20. Jahrhunderts, 09/2009, URL: http://www.demokratiezentrum.org/themen/europa/europaeisches-bildgedaechtnis/mauerbau.html

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