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Abb .8: Beschmierte Schaufenster jüdischer Geschäfte

Beschmierte Schaufenster jüdischer Geschäfte , „Juni-Aktion“ Berlin Ende 1938
© Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum

Beschmierte Schaufenster jüdischer Geschäfte , „Juni-Aktion“ Berlin Ende 1938
© Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum

Öffentlichkeit und Sichtbarkeit fungierten als wesentliche Elemente der systematischen Erniedrigung der jüdischen Bevölkerung seitens der Nationalsozialisten. Erniedrigungen und Demütigungen spielten sich in der Öffentlichkeit vor allen Augen ab. Die Beschmierung der Schaufenster jüdischer Geschäfte mit Davidsternen und Hetzparolen – wie beispielsweise Bilder der pogromartigen Ausschreitungen im Juni 1938 in Berlin und anderen deutschen Städten – waren Teil staatlich gelenkter Terroraktionen und bildeten im öffentlichen Raum „demonstrative und für die Kamera demonstrierte Machtbeweise“[1]. Fotografien mit diesem Bildsujet wurden in anderen Städten wie beispielsweise Paris und New York zeitgleich zur Dokumentation des Schicksals der Juden und Jüdinnen verwendet.[2]

Petra Mayrhofer


[1] Knoch, Habbo. 2001. Die Tat als Bild. Fotografien des Holocaust in der deutschen Erinnerungskultur. Hamburg: Hamburger Edition, S. 102.

[2] Vgl. Knoch, Habbo. 2001. Die Tat als Bild. Fotografien des Holocaust in der deutschen Erinnerungskultur. Hamburg: Hamburger Edition, S. 102f.


Zitierempfehlung: Mayrhofer, Petra, Beschmierte Schaufenster jüdischer Geschäfte. Bildanalysetext zur Abbildung 8 der Ikone „Ikonen der Verfolgung“, in: Online-Modul Europäisches Politisches Bildgedächtnis. Ikonen und Ikonographien des 20. Jahrhunderts, 09/2009,
URL: http://www.demokratiezentrum.org/themen/europa/europaeisches-bildgedaechtnis/ikonen-der-verfolgung/abb8-beschmierte-schaufenster-juedischer-geschaefte.html

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