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Abb. 11: „Polnischer Installateur“

„Polnischer Installateur“ (Polski hydraulik/Plombier polonais), Plakat der polnischen Tourismusorganisation

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Der EU-europäische Arbeitsmarkt ist für EU-BürgerInnen der 2004 und 2007 beigetreten ostmitteleuropäischen Staaten noch nicht komplett geöffnet, Visualisierungen der Debatten über die Übergangsbestimmungen bzw. die Öffnung des EU-Binnenmarktes für diese ArbeitnehmerInnen zeigen die Differenzen zwischen den EU-Mitgliedsländern auf, wie es anhand der Kampagne des „polnischen Installateurs“ als Reaktion auf den französischen Diskurs um die Dienstleistungsrichtlinie 2005/2006 zu beobachten war. Vorangegangen war dieser Kampagne die Äußerung des Vorsitzenden der rechtskonservativen französischen Partei „Mouvement Pour la France“ (MPF), Phillippe de Villiers, dass etwa ein polnischer Installateur oder ein estnischer Architekt auf dem Arbeitsmarkt eine Art Sozialdumping bedingen würden. Der polnische Installateur – im kommunistischen Polen ein Symbol für marktwirtschaftliche Schattenwirtschaft und kapitalistische Dienstleistungen – wurde dann in einer „Gegen-Kampgne“ des polnischen Tourismusverbandes benutzt: Das Installateur-Modell versprach darin: „Ich bleibe in Polen, kommt zahlreich.“ Das Model, Piotr Adamski, erlangte Berühmtheit und wurde sogar in französische Fernsehsendungen bzw. ins Europäische Parlament eingeladen.

Petra Mayrhofer


Zitierempfehlung: Mayrhofer, Petra, "Polnischer Installateur". Bildanalysetext zur Abbildung 11 der Ikone „Festung Europa“, in: Online-Modul Europäisches Politisches Bildgedächtnis. Ikonen und Ikonographien des 20. Jahrhunderts, 09/2009, URL: http://www.demokratiezentrum.org/themen/europa/europaeisches-bildgedaechtnis/festung-europa/abb11-polnischer-installateur.html

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