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Abb. 1: Gemeinsamer EU-Binnenraum

Gemeinsamer EU-Binnenraum, deutsch-polnische Grenze
© picture-alliance/picturedesk.com / Patrick Pleul

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Seit dem Beginn des europäischen Integrationsprojekts erfahren die Rahmenbedingungen für Migration innerhalb Europas eine Differenzierung: Als eine der vier Grundfreiheiten gilt innerhalb der Europäischen Union der freie Personenverkehr, seit 2007 entfallen die Grenzkontrollen zwischen EU-Mitgliedsstaaten.

Visuelles Zeugnis davon sind verwaiste Grenzkontrollstationen an den innerstaatlichen Grenzübergängen sowie Hinweistafeln an den Grenzen, wie es beispielsweise an der deutsch-polnischen Grenze zu beobachten ist. Ein Schild Polens für die AutofahrerInnen im deutsch-polnischen Grenzgebiet heißt die BesucherInnen in Polen „Zapraszamy/We invite/Wir laden ein“ willkommen. Durch das gleichberechtigte Anbringen der Flaggen der Europäischen Union und Polens werden nationalstaatliche und EU-europäische Ikonographie verbunden, der gemeinsame Raum wird auf diese Weise visualisiert. Seit der EU-Erweiterung 2004 finden sich die beiden Nachbarstaaten Deutschland und Polen als Partner in der Union wieder – das historisch belastete Verhältnis der beiden Staaten im Bezug auf eine von beiden Seiten respektierte Grenzziehung wird somit in gewisser Weise im gemeinsamen EU-Raum überwunden.[1]

Petra Mayrhofer


[1] Vgl. www.demokratiezentrum.org/de/bildatlas/konzepte.html (letzter Zugriff 2.10.2008)

 


Zitierempfehlung: Mayrhofer, Petra, Gemeinsamer EU-Binnenraum. Bildanalysetext zur Abbildung 1 der Ikone „Festung Europa“, in: Online-Modul Europäisches Politisches Bildgedächtnis. Ikonen und Ikonographien des 20. Jahrhunderts, 09/2009, URL: http://www.demokratiezentrum.org/themen/europa/europaeisches-bildgedaechtnis/festung-europa/abb1-gemeinsamer-eu-binnenraum.html

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