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Abb. 6: Wachturm am Eisernern Vorhang

Wachturm am Eisernern Vorhang, ungarisch-österreichische Grenze.
© Landespolizeikommando Burgenland

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Als zentrale Bildsymbole der technischen Absperrungsanlage "Eiserner Vorhang" können Wachturm und Grenzzäune, die mit Stacheldraht befestigt waren, angesehen werden. Wachtürme waren Teil der Grenzbefestigung des "Eisernen Vorhangs" und erfüllten zwei Funktionen: Diese Hochbeobachtungsposten waren zum einen fixer Bestandteil der technische Abriegelungsanlage des Eisernen Vorhangs, um flüchtende Personen im Grenzgebet zu orten. Anfangs aus Holz, später aus Eisen gefertigt, standen die Wachtürme in Entfernung von 200 bis 400 m zueinander. [1]

Zum anderen wurden die sogenannten Hochbeobachtungsposten eingesetzt, um die ArbeiterInnen und SoldatInnen während der Errichtung und der Arbeiten an der Grenzanlage beaufsichtigen zu können und damit eine mögliche Flucht in den Westen zu verhindern. Zu diesem Zweck wurden auch mobile Wachtürme eingesetzt, beispielsweise wurden bei Arbeiten an der ungarisch-österreichischen Grenze 1965 2 m hohe tragbare hölzerne Beobachtungstürme in Sicht- und Hörentfernung verwendet. [2]

Petra Mayrhofer


[1] Heeresgeschichtliches Museum (Hg.). 2001. Der Eiserne Vorhang. Katalog zur Sonderausstellung. Wien, S. 176.

[2] Vgl. Lugosi, Jozsef. 2001. „Keine Grenze wie jede andere.“ In Der Eiserne Vorhang. Katalog zur Sonderausstellung, hg. v. Heeresgeschichtlichen Museum, S. 83–95. Wien, hier S. XX.


Zitierempfehlung: Mayrhofer Petra, Wachturm am Eisernern Vorhang. Bildanalysetext zur Abbildung 6 der Ikone „Eiserner Vorhang“, in: Online-Modul Europäisches Politisches Bildgedächtnis. Ikonen und Ikonographien des 20. Jahrhunderts, 09/2009,
URL: http://www.demokratiezentrum.org/themen/europa/europaeisches-bildgedaechtnis/eiserner-vorhang/abb6-wachturm-am-eisernern-vorhang.html

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