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Abb.3: Churchill, Roosevelt und Stalin auf der Konferenz von Jalta

Churchill, Roosevelt und Stalin auf der Konferenz von Jalta, Jalta 11.02.1945
© akg-images

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Obwohl die Alliierten auf mehreren Konferenzen (Teheran 1943, Potsdam 1945) die Nachkriegsordnung in Europa und die damit verbundenen Einflusszonen der beiden Großmächte USA und Sowjetunion thematisierten und die Konferenz von Jalta keinen unwiederbringlichen Wendepunkt in der Entfremdung zwischen Ost und West darstellte [1] , wurde die Konferenz von Jalta von späteren Generationen als „symbolisches Fundament“ der Festigung der beiden unterschiedlichen Interessenssphären zwischen Ost und West interpretiert. [2] Damit einhergehend steht auf der Bildebene die Fotografie der „großen Drei“ von der Konferenz von Jalta am 11. Februar 1945 als bildliches Symbol für die Neugestaltung der gesamteuropäischen Ordnungskonzeption nach dem Zweiten Weltkrieg und die Teilung Europas in westliche und östliche Sphäre. Das Motiv ist Bestandteil des Bildinventars europäischer Schulbücher, zudem wird durch die oftmalige Verwendung des Bildes auf die Bedeutung der USA für die europäische Nachkriegsgeschichte hingewiesen. [3] Dieser Umstand spiegelt sich in der Bildkomposition wider, US-Präsident Roosevelt befindet sich in der Bildmitte und fungiert damit als zentrales Element der Fotografie. Das Nebeneinander der Staatschefs am Foto versinnbildlicht die sich abzeichnende Blockbildung im Ost-West-Konflikt und in weiterer Folge die Entstehung des "Eisernen Vorhangs“.

Auf der Konferenz von Jalta im Februar 1945, zu Ende des Zweiten Weltkriegs, wurde von den „großen Drei“, dem britischen Premier Winston Churchill, dem US-amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt und  dem Generalsekretär des Zentralkomitees der KPdSU Stalin, die politische Neuordnung Europas thematisiert. Ergebnisse dieser Gespräche wurden auf der Konferenz von Potsdam im Juli 1945 konkretisiert, wobei unter anderem die Aufteilung Deutschlands und Österreichs in Besatzungszonen festgelegt wurde.

Petra Mayrhofer


[1] Vgl. Dülffer, Jost. 2004. Europa im Ost-West-Konflikt 1945–1990. München, S. 137. Pfaff, Ivan. 2004. „Die Legende von Jalta.“ In Forum für osteuropäische Ideen- und Zeitgeschichte 2, 8. Jg: S. 53–113.

[2] Partos, Gabriel. 1993. The World that came from the Cold. Perspectives From East and West on the Cold War. London, S. 1.

[3] Vgl. Popp, Susanne. 2007. „Europaweit gemeinsame Bilder? Anmerkungen zu europaweiten Präferenzen im Bildinventar aktueller Schulbücher.“ In Europa in historisch-didaktischen Perspektiven, hg. v. Bernd Schönemann und Hartmut Voit, S. 210–234. Idstein, hier S. 223.


Zitierempfehlung: Mayrhofer Petra, Churchill, Roosevelt und Stalin auf der Konferenz von Jalta . Bildanalysetext zur Abbildung 3 der Ikone „Eiserner Vorhang“, in: Online-Modul Europäisches Politisches Bildgedächtnis. Ikonen und Ikonographien des 20. Jahrhunderts, 09/2009,
URL: http://www.demokratiezentrum.org/themen/europa/europaeisches-bildgedaechtnis/eiserner-vorhang/abb3-churchill-roosevelt-und-stalin-auf-der-konferenz-von-jalta.html

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