zur normalen Ansicht

Themen > Demokratiemodelle 

Demokratiemodelle

Demokratie ist so populär wie noch nie. Weltweit streben Menschen nach dem Erfolgsmodell Demokratie. Gleichzeitig ist immer häufiger die Rede von einer Krise der Demokratie. In den öffentlichen und politischen Debatten über den Zustand und die Zukunft der Demokratie tauchen nicht nur kontroverse Meinungen auf, sondern es wird eine Vielzahl an Demokratiemodellen mit unterschiedlichen Theorien, Voraussetzungen und Kriterien thematisiert. Ziel des Moduls ist es, einen Überblick über moderne Demokratiemodelle und –ansätze zu geben und neben bekannten auch neue Demokratieformen wie z.B. das Konzept der Liquid Democracy kritisch zu beleuchten.

Abraham Lincoln (1809-1865), Quelle: Wiki Commons
Einführung

Demokratie lässt sich nicht in einer einzigen Theorie fassen. Es gibt vielmehr verschiedene Grundgedanken, Voraussetzungen und Kriterien für eine Demokratie und somit auch eine Vielzahl an unterschiedlichen, teilweise konkurrierenden und widersprüchlichen Demokratiezugängen.

[mehr...]

Elitendemokratie

Die TheoretikerInnen der „Elitendemokratie“ (Dachs 2002) betrachten Demokratie als einen Markt, auf dem politische UnternehmerInnen um die Stimmen der WählerInnen (KonsumentInnen) werben und als Tausch politische Produkte anbieten.

[mehr...]

Repräsentative Demokratie

Die pluralistisch-repräsentative Demokratietheorie ist wie das wirtschaftwissenschaftlich geprägte Elitenmodell im Erfahrungskontext der 1950er Jahre in Amerika entwickelt worden. Ihre VertreterInnen gehen von der Vielfalt und Konkurrenz gesellschaftlicher Interessen aus.

[mehr...]

Konkurrenz- und Konkordanzdemokratie

In pluralistisch-repräsentativen Demokratiesystemen gibt es unterschiedliche Entscheidungs-Modi darüber wie das Gemeinwohl in einer Gesellschaft gebildet werden kann.

[mehr...]

Soziale Demokratie

Das Modell der sozialen Demokratie bildet ein überwiegend europäisches Gegenmodell zu der als defizitär betrachteten „libertären Demokratie“, dessen Demokratieanspruch auf den politischen Bereich begrenzt ist. Es wendet einen expansionistischen und dynamischen Demokratiebegriff an, der eine Ausweitung der demokratischen Postulate in möglichst viele Bereiche wie Wirtschaft, Bildung, Arbeitswelt etc. fordert.

[mehr...]

Quelle: Wikimedia Commons
Beteiligungszentrierte Demokratie

Partizipatorische und deliberative Demokratietheorien sind als Gegenentwürfe und Kritik am Mangel an Partizipations- und Beratschlagungschancen entworfen worden.

[mehr...]

Direkte Demokratie

Demokratie steht im Griechischen für Volksherrschaft, Abraham Lincoln verstand Demokratie als „government by the people“. Das Modell der direkten Demokratie setzt dieses Verständnis von Demokratie, in der politische Macht unmittelbar vom Volk (d.h., den abstimmungsberechtigten BürgerInnen) ausgeübt wird, am ehesten um.

[mehr...]

Mediendemokratie

Massenmedien stellen Öffentlichkeit her und sind damit von zentraler Bedeutung in einer Demokratie: Sie ermöglichen Transparenz und Legitimation politischen Handelns und sind maßgeblich an der demokratischen Meinungsbildung der Gesellschaft beteiligt. Gleichzeitig bestimmen sie durch Agendasetting die politischen Themen.

[mehr...]

E-Democracy & Liquid Democracy

Mit den Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sind für BürgerInnen und politische AkteurInnen innovative Kommunikations- und Kooperationsmöglichkeiten geschaffen worden.

[mehr...]

Text: Mareike Jung
Redaktion: Getraud Diendorfer  
(Last Update: 10/2012)

© Demokratiezentrum Wien

Demokratiezentrum Wien
Hegelgasse 6 / 5, A - 1010 Wien
Tel.: +43 / 1 / 512 37 37, Fax.: +43 / 1 / 512 37 37-20
office@demokratiezentrum.org