Title: Living Rooms
Subtitle: Das bewegte Wohnzimmer
Author:

Living Rooms - Das bewegte Wohnzimmer

© Projektteam "Living Rooms"

Im Rahmen von Migration und kultureller Diversität kommt der politischen Mobilisierung von Zugehörigkeit große Bedeutung zu. Politische Akteure, insbesondere jene mit deutlichem Anti-Immigrationsprofil, nutzen die Zugehörigkeitsrhetorik zur Inklusion bzw. Exklusion, zur Formulierung ausgrenzender Politik. Und auch im alltäglichen Zusammenleben werden Konflikte zunehmend entlang ethnischer, religiöser und kultureller Differenzen gedeutet. Vor diesem Hintergrund möchte das Projekt dazu beitragen, a) die Art und Weise der Mobilisierung von subjektiven, emotionsbeladenen Zugehörigkeiten im konkreten sozialen und räumlichen Umfeld besser zu verstehen und b) den Zusammenhang zwischen mobilisierten Zugehörigkeiten und Grenzziehungen und -verschiebungen zu erkennen und zu reflektieren. Die Forschung findet in einer Reihe von Gemeindebauten im 5. Bezirk statt.

Kunst und Wissenschaft
Das Projekt wird eine Methodologie an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft entwickeln. Ausgewählte Wiener Gemeindebauten, unter dem Blickwinkel von Zugehörigkeit und Heimat vielfach interessant, sind das empirische Untersuchungsfeld. Klassische sozialwissenschaftliche Methoden werden mit einer künstlerischen Intervention zusammengeführt – ausgewählte Gruppen von BewohnerInnen werden in einem von KünstlerInnen geschaffenen Wohnzimmer Gegenstände bewegen. Dies erlaubt eine visuelle Repräsentation von Zugehörigkeit: Die Objekte werden Teil einer „Sprache“, mit der sich die BewohnerInnen ausdrücken.

Das bewegte Wohnzimmer
Dieses Setting verkörpert die wichtigste Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft und macht das Projekt innovativ. Es ist ein physischer Raum zwischen öffentlich und privat, in dem materielle Gegenstände bewegt werden, aber auch ein „hyperkultureller Raum“, in dem imaginierte Grenzen überbrückt, verschoben oder verstärkt werden. Mit und in diesem Raum im Gemeindebau werden KünstlerInnen, SozialwissenschaftlerInnen und BürgerInnen  gemeinsam neue Erkenntnisse über Zugehörigkeiten hervorbringen.

Projektpartner

Universität Wien
Siegelinde Rosenberger (Projektleitung)
Julia Mourão Permoser

Demokratiezentrum Wien
Gertraud Diendorfer
Elisabeth Röhrlich (bis Jänner 2011)
Aleksandra Ptaszyńska (seit Februar 2011)

Universität für angewandte Kunst Wien
Florian Bettel
Julia Rosenberger

gangart
Simonetta Ferfoglia
Heinrich Pichler

Gefördert von:
Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF)
im Rahmen des Art(s) and Sciences Calls 2009

Logo


Go back to the regular design... legalporn4k.com