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Gender Mainstreaming

Gender Mainstreaming ist als Strategie in organisationalen Prozessen zu verstehen. Es soll gewährleisten, dass Gleichstellungsorientierung zu einem selbstverständlichen Handlungsmuster auf allen Ebenen einer Organisation und im Rahmen aller gesetzten Maßnahmen wird. Alle Vorhaben sollten so gestaltet werden, dass sie einen (nachweisbaren) Beitrag zur Förderung der Gleichstellung leisten. Für die Umsetzung von Gender Mainstreaming ist, neben Grundwissen über aktuelle Geschlechterverhältnisse und ihrer Bedingungsfaktoren, auch Prozess- und Verfahrenswissen, Wissen über die Strukturen der Organisation sowie über geeignete Instrumente von Bedeutung. Kommunikatives und strategisches Geschick und nicht zuletzt auch die Verantwortungsübernahme auf den Führungsebenen spielen ebenso eine große Rolle. Dieser globale und sektorübergreifende Ansatz des Gender Mainstreaming soll außerdem in sämtlichen Politiken zum Tragen kommen. Einer der Kernpunkte des Gender Mainstreaming besteht darin, dass alle gesetzlichen Maßnahmen auf ihre Auswirkungen auf Männer und Frauen überprüft werden müssen.

Gender Budgeting: Spezielle Form des Gender Mainstreamings; Ziel ist es, Budgets nach ihren geschlechtsspezifischen Auswirkungen hin zu untersuchen und bei Bedarf – falls entdeckt wird, dass ein Geschlecht dadurch unfair behandelt wird – entsprechend zu ändern bzw. ausgleichende Maßnahmen zu treffen.

Quellen: Arbeitsgruppe „GM-Beauftrage der Pädagogischen Hochschulen“ (2012): Gender Mainstreaming und Gender_Diversitätskompetenz in der PädagogInnenbildung NEU. S. 32. In: https://www.bmbf.gv.at/schulen/unterricht/ba/empfehlungspapiergenderkompe_25417.pdf?4dzgm2  (19.11.2015);  www.europa.eu.int (19.11.2015); www.imag-gendermainstreaming.at (19.11.2015); www.gender-glossar.de (19.11.2015)

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